MSM (Methylsulfonylmethan) einnehmen - wie und wofür?

Beim Thema "MSM einnehmen" stellen sich viele wichtige Fragen: Was genau ist eigentlich MSM? Was bewirkt es im Körper? Und wie kann man es einnehmen? Welche Dosierung ist unbedenklich? In diesem Ratgeber findest Du Antworten auf diese und weitere Fragen. Außerdem erfährst Du, worauf Du bei der Wahl des passenden MSM-Produktes achten solltest und erhältst qualitativ einwandfreie Produktempfehlungen.

Um das seit Jahren immer populärer werdende MSM, ranken sich viele Heilaussagen und Wirkversprechen von Athrose über Muskelkrämpfe bis hin zu Krebs. Gerade Leistungssportler, Menschen mit chronischen Gelenkschmerzen, Athrose- und Reha-Patienten aber auch Pferde- und Hundebesitzer schwören immer öfter auf den organischen Schwefel. In diesem Ratgeber wird das unscheinbar wirkende Pulver (auch in Tabletten- und Kapselform zu finden) unter die Lupe genommen und Deine wichtigsten Fragen im Detail beantwortet.

Was ist MSM?

Methylsulfonylmethan, kurz MSM, ist eine schwefelhaltige und aus überwiegend organischen Quellen stammende Verbindung, die in vielen Pflanzen und Tieren vorkommt. Sie wird aus DMSO (Dimethylsulfoxid) und Wasserstoffperoxid (unter anderem als Desinfektionsmittel für Wundreinigung verwendet) hergestellt. Dabei entsteht eine heiße Lösung, die solange aufbereitet wird, bis alle Verunreinigungen entfernt sind. Da es verschiedene Trennverfahren gibt (zum Beispiel Filtration oder Destillation) kann das Endprodukt bei unterschiedlichen Anbietern optisch und haptisch leicht abweichen.

Die MSM-Verbindung ist nur eine Form organischen Schwefels. Sie hat aber den Vorteil, dass sie vom Körper schnell absorbiert, verwendet und vollständig wieder ausgeschieden werden kann. Damit hat MSM dem Schwefel, den Du mit über die Ernährung aufnimmst in Sachen Verfügbarkeit einiges voraus.

Wie sieht MSM aus?

Die verschiedenen Trennverfahren, die bei der Herstellung von Methylsulfonylmethan angewandt werden, lassen ein kristallines weißes Pulver entstehen, welches zur besseren Einnahme und Dosierung häufig zu Tabletten gepresst oder in Kapseln gefüllt wird. MSM zum Einnehmen gibt es aber auch als Pulver.

Beachtenswert ist auch die optische Reinheit des Schwefel-Produkts. Sofern es sich wirklich um reines MSM handelt, das nicht, wie am Markt üblich, mit Vitaminzusätzen (Acerola, Zitrone usw.) angereichert wurde, sollte es vollkommen weiß sein. Sichtbare dunkle Kristalle oder Stücke lassen auf eine minderwertige Qualität oder Verunreinigungen schließen.

MSM-Pulver bildet häufig kleine Brocken oder Schollen, die aus minimaler Restfeuchte resultieren. Wie bei unbehandelten Salzen (ohne Rieselhilfen) ist dies völlig normal. Die Brocken kannst Du durch einfaches Drücken auf die Verpackung oder mit einem Löffel zerkleinern. Das macht die Dosierung genauer.

Ist MSM gefährlich?

Giftig und gefährlich wird Schwefel nur in Verbindung mit anderen Stoffen. Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxid sind giftige Gase, die Husten, Erbrechen und Atemlähmungen verursachen können. Schwefelsäure ist wichtiger Bestandteil von Autobatterien und Düngemitteln.

Für die Einnahme von MSM gibt es laut der Uniklinik Freiburg keine Hinweise auf toxische Wirkungen. Es sei lediglich bekannt, dass MSM auf Haut und Schleimhäuten reizend bis ätzend wirken kann, wenn man es falsch anwendet und überdosiert. Dies sei jedoch äußerst selten.

Die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde hat die Einnahme von MSM von bis zu 4,8 Gramm pro Tag nach einer Prüfung als unbedenklich eingestuft. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit rät lediglich Personen, die mit Cumarin-Antikogulantien behandelt werden, Schwangeren und Stillenden sowie Kindern unter 18 Jahren von der Einnahme der Schwefel-Produkte ab.

MSM in der modernen Medizin

Wie bei vielen anderen Mitteln, die in der alternativen Heillehre genutzt werden (DMSO, Kolloidales Silber und Gold), handelt es sich auch bei MSM nicht um ein Medikament, sondern um ein Nahrungsergänzungsmittel (Lebensmittel). Angaben über die Wirkungen und Nebenwirkungen in Bezug auf die Heilung des Menschen sind allerdings ausschließlich für Medikamente vorbehalten.

Es gibt zwar in Lebensmitteln enthaltene Vitamine und Mineralien, die nachweislich zur Heilung beitragen können, diese sind aber gesondert zugelassen und geprüft ((EG) NR. 1924/2006). MSM gehört nicht dazu. Daher dürfen über MSM keinerlei heil- und wirkungsbezogene Aussagen getroffen werden, schon gar nicht von Händlern oder Herstellern. In diesem Ratgeber erhältst Du lediglich eine Übersicht, was Verbraucher, Anbieter und Behörden zum Thema "MSM einnehmen" sagen.

Gibt es einen Schwefelmangel?

Einen Schwefelmangel gibt es nicht." - so urteilen Verbraucherzentrale und DGE.

Wie eigentlich bei jedem Nahrungsergänzungsmittel oder Stoff, dem Heilungskräfte nachgesagt werden, mehren sich aus den Reihen der Ärzte, Verbraucherstellen und Behörden die kritischen Stimmen. Hersteller und Anbieter werden gerne als dubiose Scharlatane abgetan, die mit der Not der Menschen Geld verdienen wollen. Vorweg: Die gibt es sicherlich. Allerdings basiert ein Großteil des "Hypes" um die MSM-Produkte auf Aussagen von Verbrauchern, die teilweise langjährige Anwendungserfahrungen gesammelt haben.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat auf Nachfrage der Verbraucherzentrale mitgeteilt, dass ein Schwefelmangel im Körper unbekannt sei. Schwefel werde durch eine eiweißreicher Ernährung ausreichend aufgenommen.

Genaue Studien, die belegen wie viel Schwefel über welchen Zeitraum eingenommen welche Wirkung auf Arthrose-Schmerzen haben kann, existieren nicht. Das heißt aber nicht, dass MSM prinzipiell nicht wirkt. Es bedeutet nur, dass noch niemand die Wirkung eingehend untersucht hat. Dies ist ein generelles Problem alternativer Hilfs- und Nahrungsergänzungsmittel. Klinische Studien sind teuer und lohnen sich oft nur für patentierte Medikamente.

Wie wirkt MSM

Vielleicht kennst Du Schwefel nur in Verbindung mit giftigen Gasen und unangenehmen Gerüchen. Schwefel in seiner Reinform ist allerdings ungiftig und sogar ein wichtiger Bestandteil fast aller Organismen.

Methylsulfonylmethan (MSM) ist eine organische Schwefelverbindung, die in Menschen, Tieren und sogar in unserem Wasser (in geringer Dosis) bereits vorhanden ist und dort wichtige Stoffwechselprozesse steuert, die zur Erhaltung von Körperstoffen beitragen.

Gerade im Alter kann Dein Körper schnell einen Mangel an bestimmten Stoffen erleiden. Neben Magnesium, Calcium und Natrium bildet auch MSM hier keine Ausnahme. So sind viele Altersbeschwerden wie Arthrose und andere Gelenkkrankheiten auf eine nachlassende Festigkeit und Qualität des Knorpelgewebes zurückzuführen, von denen MSM als Bestandteil in Chondroitinsulfat eine wichtige Rolle zur Erhaltung spielt.

MSM wird von Verbrauchern gerne zum Schutz des Knorpelgewebes und zur Beseitigung von Gelenkbeschwerden eingesetzt, die sie auf einen Schwefelmangel im Körper zurückführen. Auch Sportler aus allen Leistungsbereichen supplementieren MSM, um ihre Muskeln zu schützen oder Gelenkproblemen vorzubeugen.

Wie nimmt man MSM ein?

Das MSM-Pulver ist die beliebteste Darreichungsform und wird mit Flüssigkeiten verrührt getrunken. Da es einen leicht bitteren Geschmack hat, wird es häufig auch in Fruchtsäfte eingerührt. Ansonsten kannst Du MSM als Kapseln und Tabletten mit Abstand vor einer Mahlzeit mit Wasser einnehmen. Im Internet kursieren auch einige Anwendungstipps über Inhalationsmethoden. Diese sind jedoch nicht zu empfehlen.

Beispiele für besonders reine und hochwertige MSM-Produkte sind die Präparate von Naturum. Du erhältst sie als Kapseln oder in Pulverform.

Wie viel MSM kann man einnehmen?

Da es sich bei MSM nicht um ein Arzneimittel handelt, gibt es keine rechtlich abgesicherten Vorgaben für Dosierungen. Je nach Alter, Körpergewicht und Einnahmegrund solltest Du daher immer die Anweisungen des Produktherstellers einhalten. Häufig liegen die Mengen zwischen 1 Gramm und 10 Gramm am Tag.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und verschiedene Lebensmittelsicherheitsbehörden halten allerdings nur eine Einnahmemenge von maximal 50 Milligramm pro Tag für angebracht. Ob es wirklich Nebenwirkungen aus einer Überdosierung von Methylsulfonylmethan gibt, ist derzeitig nicht belegt. Entsprechende Aussagen dafür oder dagegen solltest Du daher mit Vorsicht genießen. Es ist immer ratsam zum Einstieg mit einer niedrigeren Verzehrmenge zu starten und sich schrittweise nach oben zu tasten.

Wie lange kann man MSM einnehmen?

Falls und wenn eine MSM-Supplementierung notwendig ist, dann weil Dein Körper zu wenig organische Schwefelverbindungen aufnimmt oder zu viel verliert. Diese Missstände kann auch ein kurzzeitiges MSM-Supplement nicht ausgleichen. In diesem Fall musst Du also dauerhaft MSM einnehmen.

Anders verhält es sich bei Hobby- oder Leistungssportlern. Hier ist MSM beliebt, da es Muskelverspannungen und Gelenkschmerzen vorbeugen oder Regenerationszeiten verkürzen soll. Als Sportler musst Du MSM nur für die Zeit vor und während der aktiven Belastungsphasen einnehmen.


Kann man MSM bei Tieren anwenden?

Der reine Funktionsunterschied eines menschlichen und eines tierischen Körpers ist nicht fundamental. Auch Hund, Katze und Pferd verlieren im Alter und mit bestimmten Krankheiten viele wichtige Körperstoffe, können diese nicht mehr aufnehmen oder nicht mehr nachproduzieren. Daher kann es in der Theorie auch bei Tieren mit Gelenkbeschwerden, Schmerzen beim Laufen und Springen ratsam sein, MSM einzunehmen.

Auch im Heimtierbereich erfreut sich die Einnahme von MSM mittlerweile höchster Beliebtheit. Hier gilt wie beim Menschen: MSM ist kein zugelassenes Tiermedikament und kann nur als Nahrungsergänzung einer ausgewogenen Ernährung angewandt werden. Es gibt weiterhin keine belastbaren Studien zur Wirksamkeit einer organischen Schwefelsupplementierung.

Welche Unterschiede gibt es zwischen verschiedenen MSM-Präparaten?

Abgesehen von Reinheitsgrad, Qualität und Darreichungsform gibt es keine relevanten Unterschiede zwischen den verschiedenen MSM-Präparaten.

MSM für Hund, Pferd, Katze und Maus ist normales MSM mit anderem Marketing. Ähnliches gilt für MSM mit Zusatzvitaminen. Die kleine Menge extra Vitamin C in Form von Ascorbinsäure lassen sich Hersteller oft fürstlich bezahlen. Sie ist allerdings im Zusammenhang mit der Einnahme von MSM nicht notwendig. Achte lieber darauf, ein möglichst reines und qualitativ hochwertiges MSM zu kaufen, sofern Du Interesse an einer Einnahme hast.

Zusammenfassung/Fazit

Wie bei vielen anderen Nahrungsergänzungsmitteln gibt es auch zum Thema MSM zu wenige evidente Forschungen und Studienergebnisse. Ein positives oder negatives Urteil über die Wirkung auf den Körper lässt sich daher schwer fällen. Genau deshalb raten auch Verbraucherschutz- und Gesundheitsministerien von einer Einnahme ab.

Auf der anderen Seite sind viele Verbraucher und MSM-Fans von der Wirkung des Pulvers überzeugt. Wenn Du nicht weiterhin im Dunkeln tappen möchtest, kannst Du Dich auf jeden Fall bedenkenlos auf einen Versuch einlassen. MSM-Produkte von tadelloser Reinheit und Qualität findest Du als Kapseln und Pulver auch im EM-Kaufhaus Online-Shop.