Erde zu Trocken? 5 Tipps wie Ihr Boden auch ohne Bewässerungssystem lange feucht bleibt

Ausgetrocknete und staubige Erde ist eine Folge mangelnder Bewässerung? Nicht nur, sie kann auch ein Indiz dafür sein, dass der Boden einfach wenig Wasser speichern und an die Wurzeln der Pflanzen abgeben kann. In diesem Beitrag geben wir Ihnen 5 Tipps wie Sie Ihre Erde nachhaltig verbessern und damit Wasser und teure Technologien wie z.B. automatische Bewässerungscomputer einsparen können.

Tipp 1: Böden analysieren und Garten entsprechend planen

In Deutschland und eigentlich überall auf der Welt sind Böden geologisch gesehen von Grund auf verschieden. Sie bestehen aus mehreren Schichten Substraten z.B. Lehm, Sand und Mineraliengestein in verschiedenen Größen. Das sorgt dafür das manche Böden von Hause aus wenig Humus dafür aber viele Hohlräume und Poren enthalten. Umso Gröber und sandiger ein Boden ist, desto weniger Wasser kann er Speichern. Das Wasser durchläuft dann die oberen Bodenschichten ziemlich schnell und versickert über Trichter und Hohlräume wieder im Grundwasser. Sehr ungünstig, wenn man das Wasser eigentlich braucht, um damit Wurzeln zu versorgen die in den oberen Bodenschichten verlaufen.

Es macht daher auf alle Fälle Sinn bei der Bepflanzung Ihrer Böden Dinge wie Gefälle und Schattenwurf mit einzubeziehen. So ist das Pflanzen von großkronigen Bäumen und die Einebnung von Flächen ratsam um Schatten zu spenden und Wasser gleichmäßig versickern zu lassen.

Tipp 2: Böden bedecken / Mulchen

Unbedeckte Böden verlieren durch Sonneneinstrahlung mehr Wasser als bedeckte Flächen. Wasser verdunstet im Boden durch Wärmeentwicklung und UV-Einstrahlung sehr viel schneller, als wenn die Erde mit einer reflektierenden Schicht aus Mulch bedeckt wird. Dabei hat eine Mulchschicht sogar noch mehr Vorteile als nur die Austrocknung zu verhindern. Sie hält zu lockeren und sandigen Boden zusammen und versorgt diesen auch mit Nährstoffen (je nach Mulchart).

Zum Mulchen eignen sich relativ viele ökologische Nebenprodukte die im Garten sowieso anfallen:

  • Blätter von Kohl, Möhren, Radieschen, Kohlrabi oder von Blumenschnitt
  • Gras und Heu vom Rasenmähen
  • Samenloses Unkraut
  • Rindenhumus
  • Ast- und Strauchschnitt
  • Sogar unbedruckter Karton und Tierhaare eignet sich für bestimmte Beetpflanzen als Mulch

Tipp 3: Humusaufbau durch Bokashi und Kompost

Bei besonders leichten und trockenen Böden sollten Sie mindestens einmal im Jahr (Frühjahr) am besten aber noch ein zweites Mal im Herbst organisches Material wie reifen Kompost oder besser noch Bokashi flach in die Böden eingearbeitet werden. Der Umsetzungsprozess im Boden gibt im Anschluss wertvolle Vitamine, Enzyme und organische Säuren an den Boden ab und unterstützt damit die Bildung von Humus. Humus ist organische Substanz bestehend aus abgestorbenen Pflanzenteilen und Bodenbakterien. Humus schließt Poren um Boden, lockt Regenwürmer an und verbessert den Sauerstoffgehalt des Bodens. Dadurch wird Erde fester und krümeliger was wiederrum der Wasserspeicherung zu Gute kommt.

Hinweis: Da abgestorbene Pflanzenteile in Form von z.B. Blättern auch so in den Boden fallen könnte man jetzt annehmen, diese würden im Boden auch Nährstoffe und Humus bilden. Leider sind die wichtigen Komponenten so fest in der Pflanzenstruktur gebunden, dass die Bestandteile eher verrotten und schimmeln bevor die Pflanzenfasern die Nährstoffe freigeben.

Mit Hilfe von Effektiven Mikroorganismen kann man diesen Umsetzungsprozess allerdings massiv beschleunigen und so auch Rasenschnitt und andere Frischfasern zum Humusaufbau verwenden. Die EMs sind Naturbakterien die über Gießwasser oder Bokashi in den Boden eingebracht werden und hier organisches Material wie eben Blätter und Grünschnitt „kleinkauen“. So wird zum einen die Gefahr durch Krankheitserreger (aus Schimmel- und Fäulnisbildung) eliminiert und zum anderen wichtige Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium im Boden freigesetzt.

Tipp 4: Bodenverbesserung durch Urgesteinsmehl und Kohlepulver

Im ökologischen Landbau haben sich natürliche Bodenverbesserer wie Diabas oder Zeolithpulver durchgesetzt. Das ist feinvermahlendes Vulkangestein das gleich mehrere positive Aspekte für den Boden mitbringt und daher in keinem Bio-Garten fehlen sollte. 

  • Der hohe Kieselsäureanteil und die hohe Oberflächenstruktur des Pulvers verbessert die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens
  • Wird im Boden nicht abgebaut und bietet wichtige Siedlungsmöglichkeit für Bodenbakterien
  • Versorgt den Boden mit wichtigen Mineralien und Spurenelementen

Auch mit Nährstoffen gesättigte Kohle kann fein vermahlen, einen enormen Beitrag zur Bodenfruchtbarkeit leisten. Durch ihre Beschaffenheit nimmt auch sie Wasser, Nährstoffe und Bodenbakterien auf und gibt diese bei Zerfall langsam an die Erde wieder ab. Sie bildet daher ein natürliches Depot im Boden trägt zur Humusbildung bei.

Vorbild für die Kohlezugabe sind die fruchtbaren Schwarzerdeböden in Südamerika. Diese auch als Terra Preta bekannte und von Menschen gemachte Bodenkultivierung in Amazonien, ist eine Mischung aus Holzkohle, Kompost, Tierknochen und Tonscherben die sich über die Jahrzehnte in teils meterdicken Schichten abgelagert hat. Die Zugabe von Kompost/Bokashi und Kohle erfreut sich auch bei uns wachsender Beliebtheit und ist eine langfristige Maßnahme den Boden grundlegend zu verändern.

Tipp 5: Mit Gründüngung und Effektiven Mikroorganismen den Boden auf Trapp bringen

So eine Gründüngung eignet sich eigentlich für jeden Boden der nicht so will wie man es sich wünscht. Dabei handelt es sich um den Anbau von bestimmten Pflanzen die den Boden gründlich durchwurzeln und nach ihrer „Ernte“ im Boden noch prima Nährstoffe und Regenwurmfutter abgeben. Für eine Gründüngung eignet sich allerdings nicht jede Art von Bepflanzung, sondern vornehmlich Lupinen und andere tiefwurzelnde Pflanzen die schnell und unkompliziert wachsen. Dazu zählen Buchweizen, Bienenfreund, Studentenblume, Rot-Klee, Ringelblume und auch die Sonnenblume (eignet sich allerdings nicht für zu trockene Böden).

Der Vorteil bei der Gründüngung ist das man die geeigneten Pflanzen auf jedem Boden wachsen lassen kann, also auch festen Lehmboden, Sandboden und Brachen. Danach werden die Pflanzen abgeschnitten und als Mulchdünger auf dem Boden vererdet. Das ganze noch mit Effektiven Mikroorganismen und Wasser gießen, fertig.

Im Anschluss daran kann der Boden direkt als normales Beet genutzt werden. Wir empfehlen eine Kombination mit den anderen Tipps für den maximalen Erfolg.

Fazit:

Durch geschicktes ausnutzen des Terrains und Schatten, sowie der kontinuierlichen Verbesserung der Erde mit Kompost (Bokashi), Effektiven Mikroorganismen, Urgesteinsmehl und gesättigtem Kohlepulver kann man seinen Gartenboden zu einem wahren Schwamm für Wasser und Nährstoffe aufmotzen. Das spart nicht nur eine Menge kostbares Wasser, sondern bringt auch generell bessere Erträge. Das Ganze funktioniert natürlich auch für Balkonkästen und Hochbeete. Einfach die Erde ein paar Wochen vor dem Einfüllen in die Kübel mit frischem Bokashi, Kompost und Urgesteinsmehl mischen oder direkt einen Terra Preta ansetzen.


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