Herbstkur für den Gartenboden: Beete mit EM auf den Winter vorbereiten

Die Ernte ist eingebracht, doch für Deinen Gartenboden beginnt jetzt die wichtigste Zeit des Jahres. Hier erfährst Du, wie Du mit Mulch, Kompost und Effektiven Mikroorganismen eine Herbstkur für Deinen Boden machst und Deine Beete winterfest bekommst.

Boden im Herbst
Boden im Herbst

Das Wichtigste im Überblick

Der Herbst ist die beste Zeit, um Deinen Boden im Herbst vorzubereiten. Entscheidend ist, dass Deine Beete nicht nackt in den Winter gehen und das Bodenleben genug organisches Material als Futter bekommt.

  • Lockern statt umgraben: Die Bodenschichten bleiben erhalten. Umgraben ist nur bei neuen Beeten oder schweren Lehmböden sinnvoll.
  • Mulchen oder Gründüngung: Laub, Erntereste oder eine winterharte Gründüngung wie Winterroggen schützen den Boden über den Winter.
  • Organik zurückgeben: Kompost aufstreuen, Bokashi eingraben, Pflanzenkohle in den Kompost mischen.
  • EM ergänzen: Solange der Boden über etwa 8 °C warm ist, kannst Du die Beete mit verdünntem EM aktiv gießen und Laub mit Bokashi Ferment fermentieren.
  • Kein schnell wirkender Dünger: Im Herbst nur langsam wirkende Bodenverbesserer wie Kompost oder Gesteinsmehl einsetzen.

Effektive Mikroorganismen sind kein Dünger, sondern eine Ergänzung zu Mulch, Kompost und Gründüngung.

Warum braucht der Boden im Herbst Pflege?

Die Ernte ist eingebracht, die Beete leeren sich, und viele Gärtner denken: Jetzt hat der Garten erst einmal Pause. Für Deinen Gartenboden stimmt das aber nur zum Teil. Gerade im Herbst entscheidet sich, in welchem Zustand Deine Beete ins neue Gartenjahr starten. Wer seinen Boden im Herbst vorbereitet und die Beete winterfest macht, startet im Frühjahr mit deutlich weniger Arbeit.

Was passiert über den Winter im Boden?

Wenn die Temperaturen sinken, fährt das Bodenleben langsam herunter. Regenwürmer ziehen sich in tiefere Schichten zurück, und Bakterien und Pilze arbeiten deutlich langsamer. Ganz zum Stillstand kommt das Leben im Boden aber nicht: An milden Tagen setzen Bodenorganismen weiterhin organisches Material um, vorausgesetzt, es ist welches vorhanden.

Gleichzeitig wirken über den Winter einige Kräfte auf Deinen Boden ein:

  • Regen und Schmelzwasser spülen lösliche Nährstoffe wie Nitrat aus unbedeckten Beeten in tiefere Bodenschichten, wo Pflanzenwurzeln sie nicht mehr erreichen.
  • Starkregen lässt die Oberfläche nackter Böden verschlämmen. Sie wird dicht und hart, und Luft und Wasser dringen schlechter ein.
  • Frost und Tauwetter lockern die Erde zwar auf (die sogenannte Frostgare), auf ungeschützten Flächen kann aber auch feine Erde abgetragen werden.

Die gute Nachricht: Mit wenigen Handgriffen bei der Bodenpflege im Herbst kannst Du Deinen Gartenboden verbessern und gut über den Winter bringen. Eine Bodenbedeckung aus Mulch oder Gründüngung und organisches Material als „Futter“ für das Bodenleben sind dabei die wichtigsten Bausteine.

Was sind Effektive Mikroorganismen?

Effektive Mikroorganismen (EM) sind eine Mischung verschiedener Mikroorganismen, die in der Natur vorkommen. Die wichtigsten Gruppen darin sind Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien. Diese Mikroorganismen sind auf Fermentation spezialisiert: Sie wandeln organisches Material unter Bildung organischer Säuren um, ähnlich wie bei der Herstellung von Sauerkraut.

Im Garten werden EM meist verdünnt mit Wasser ausgebracht, zum Beispiel als fertige Lösung wie EM aktiv – Bodenhilfsstoff von Dimikro. Alternativ gelangen sie über fermentiertes Material wie Bokashi in den Boden.

Warum setzen Gärtner EM gerade im Herbst ein?

Wer das Bodenleben fördern möchte, findet im Herbst gleich mehrere gute Voraussetzungen:

  • Der Boden ist oft noch lange warm, und die Mikroorganismen finden noch aktive Bedingungen vor.
  • Im Garten fällt jetzt besonders viel organisches Material an: Laub, Erntereste, Rasen- und Staudenschnitt.
  • Was Du jetzt ins Beet bringst, hat den ganzen Winter Zeit, sich umzusetzen, bevor im Frühjahr gesät und gepflanzt wird.

Viele EM-Anwender nutzen den Herbst deshalb, um Mulchmaterial und Erntereste mit EM zu behandeln und die Beete vor dem Winter noch einmal mit EM-Lösung zu gießen. Wie das konkret funktioniert, erfährst Du in den nächsten Abschnitten.

Wichtig: Effektive Mikroorganismen sind kein Dünger. Sie liefern selbst kaum Nährstoffe, sondern brauchen organisches Material, das sie umsetzen können. EM sind deshalb eine Ergänzung zu Kompost, Mulch und Gründüngung, kein Ersatz dafür. Ohne „Futter“ im Boden haben auch die Mikroorganismen wenig zu tun.

Ist es im Herbst nicht schon zu kalt für EM?

Diese Frage stellen sich viele, sobald die ersten kühlen Nächte kommen. Die kurze Antwort: Nein, der Herbst ist meist noch eine gute Zeit für EM. Entscheidend ist dabei nicht die Lufttemperatur, sondern wie warm Dein Boden ist. Und der kühlt deutlich langsamer ab als die Luft.

Welche Bodentemperatur brauchen Effektive Mikroorganismen?

Als Faustregel aus der Praxis gilt: Liegt die Bodentemperatur über etwa 8 °C, finden Mikroorganismen noch gute Bedingungen vor. Darunter wird es für das gesamte Bodenleben zunehmend gemütlicher. Die Aktivität nimmt ab, und auch die Umsetzung von organischem Material verlangsamt sich deutlich.

Während die Luft an kühlen Herbstmorgen schon einstellige Werte zeigt, speichert der Boden die Wärme des Sommers oft noch wochenlang. Deshalb lohnt sich ein kurzer Check, bevor Du loslegst.

Tipp: Mit einem einfachen Bodenthermometer findest Du schnell heraus, ob es passt. Stecke es etwa 5 bis 10 cm tief in die Erde und miss am besten am Vormittag. Dann hast Du einen realistischen Wert, der nicht von der Mittagssonne geschönt ist.

Wann solltest Du EM im Herbst ausbringen?

In den meisten Regionen Deutschlands eignet sich der Zeitraum von September bis Anfang November. Wie lange Du Zeit hast, hängt stark davon ab, wo Dein Garten liegt:

  • Milde Lagen wie das Rheinland, die Oberrheinebene oder Weinbaugebiete: Hier bleibt der Boden oft bis in den November hinein warm genug.
  • Durchschnittliche Lagen im Flachland: Plane die Herbstkur am besten für Oktober ein.
  • Kühle Lagen wie Mittelgebirge, Alpenvorland oder der Osten mit früheren Frösten: Hier solltest Du schon im September bis Mitte Oktober aktiv werden.

Wenn Du unsicher bist, gilt: Lieber etwas früher als zu spät. Die Mikroorganismen haben dann noch ein paar milde Wochen, um zusammen mit Mulch, Ernteresten oder Bokashi im Boden zu arbeiten.

Bei welchem Wetter bringe ich EM am besten aus?

Neben der Bodentemperatur spielt auch das Wetter am Tag der Anwendung eine Rolle. Ideal sind:

  • milde, bedeckte Tage ohne direkte Sonne, da UV-Strahlung Mikroorganismen schwächen kann
  • feuchter Boden, zum Beispiel nach einem Regenschauer, damit die Lösung gut einziehen kann
  • leichter Nieselregen, der die EM-Lösung zusätzlich in den Boden spült

Weniger geeignet sind dagegen:

  • gefrorener Boden, denn hier kann die Lösung nicht eindringen und läuft einfach ab
  • Tage mit angekündigtem Nachtfrost
  • Starkregen, der die frisch ausgebrachte Lösung von der Oberfläche spült

Für die Anwendung verdünnst Du eine fertige EM-Lösung wie EM aktiv – Bodenhilfsstoff mit Wasser und gießt sie mit der Gießkanne auf die Beete. Die genaue Dosierung findest Du weiter unten in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Herbstkur.

Gut zu wissen: Auch wenn es draußen schon kälter wird, ist die Herbstkur nicht umsonst. Organisches Material, das Du jetzt mit EM behandelst und ins Beet bringst, liegt den Winter über bereit. Sobald der Boden im Frühjahr wieder wärmer wird, kann das Bodenleben direkt damit weiterarbeiten.

Boden umgraben im Herbst – ja oder nein?

Früher gehörte es im Herbst fest dazu: Spaten raus, Beet umgraben, Schollen umdrehen. Viele Gärtner machen das bis heute aus Gewohnheit. Inzwischen raten Gartenexperten aber überwiegend davon ab, den Boden jedes Jahr komplett umzugraben. Umgraben ist heute nur noch in Ausnahmefällen sinnvoll.

Warum ist Umgraben oft keine gute Idee?

Dein Gartenboden ist kein einheitlicher Block, sondern in Schichten aufgebaut. In jeder Schicht leben andere Bodenorganismen, die an die dortigen Bedingungen angepasst sind. In der obersten, gut durchlüfteten Schicht arbeiten vor allem Organismen, die Sauerstoff brauchen. Weiter unten leben andere Arten, die mit weniger Luft auskommen.

Beim Umgraben drehst Du diese Ordnung einfach um. Das hat mehrere Folgen:

  • Bodenorganismen landen in der falschen Schicht. Sauerstoffliebende Organismen werden vergraben, andere an die Oberfläche geholt. Das Bodenleben braucht danach Zeit, um sich neu zu sortieren.
  • Pilzgeflechte und Regenwurmgänge werden zerstört. Sie sind wichtig für eine stabile, krümelige Bodenstruktur.
  • Unkrautsamen kommen ans Licht. Samen, die tief im Boden ruhten, werden nach oben befördert und keimen im Frühjahr.
  • Humus wird schneller abgebaut. Durch die plötzliche Belüftung wird organische Substanz rascher verbraucht.
  • Es ist anstrengend. Gerade auf größeren Flächen kostet das Umgraben viel Zeit und Kraft.

Wann ist Umgraben trotzdem sinnvoll?

Es gibt Situationen, in denen der Spaten tatsächlich die richtige Wahl ist:

  • Neues Beet anlegen: Wenn Du eine Rasenfläche oder ein lange brachliegendes, verdichtetes Stück Land in ein Beet verwandeln möchtest, ist einmaliges Umgraben meist der einfachste Weg.
  • Schwerer Lehm- oder Tonboden: Sehr schwere Böden profitieren davon, im Spätherbst grob umgegraben zu werden. Lass dabei große Schollen liegen. Frost und Tauwetter zerkleinern sie über den Winter, und im Frühjahr hast Du eine feinkrümelige Oberfläche. Gärtner nennen das Frostgare.
  • Starker Befall mit Wurzelunkräutern: Bei Quecke, Giersch oder Ackerwinde kann es helfen, den Boden einmal gründlich aufzunehmen und die Wurzeln auszusammeln.

Die Alternative: Boden lockern statt umgraben

In allen anderen Fällen reicht es völlig aus, den Boden zu lockern, ohne ihn zu wenden. Dafür eignen sich zum Beispiel eine Grabegabel, ein Sauzahn oder ein Grubber. Stich die Gabel in den Boden und bewege sie leicht vor und zurück. So bricht die Erde auf, und Luft und Wasser können eindringen, ohne dass die Bodenschichten durcheinandergeraten.

Warum passen schonende Bodenbearbeitung und EM gut zusammen?

Wenn Du Effektive Mikroorganismen einsetzt, möchtest Du das Bodenleben fördern. Da wäre es wenig sinnvoll, die gewachsene Struktur vorher mit dem Spaten durcheinanderzubringen. Lockern und EM ergänzen sich dagegen gut:

  • Durch die aufgelockerte Oberfläche zieht die EM-Lösung besser ein, statt abzulaufen.
  • Die Bodenschichten bleiben erhalten, und die Mikroorganismen treffen auf ein Bodenleben, das nicht gerade erst aufgewühlt wurde.
  • Organisches Material bleibt oben, wo Bodenorganismen es nach und nach umsetzen können.

So gehst Du vor:

  1. Beet von groben Ernteresten befreien oder diese zerkleinert liegen lassen.
  2. Boden mit der Grabegabel oder dem Sauzahn lockern, nicht wenden.
  3. Verdünnte EM-Lösung wie EM aktiv – Bodenhilfsstoff gleichmäßig mit der Gießkanne aufbringen.
  4. Anschließend mulchen oder eine Gründüngung einsäen, damit der Boden nicht nackt in den Winter geht.

Tipp: Du hast einen schweren Lehmboden und gräbst deshalb doch um? Dann gieße die groben Schollen nach dem Umgraben ebenfalls mit EM-Lösung. Den Winter über bleibt der Boden so in Ruhe, und im Frühjahr kannst Du die Oberfläche einfach mit dem Rechen glattziehen.

Beete mulchen: Laub und Erntereste sinnvoll nutzen

Im Herbst fällt im Garten so viel organisches Material an wie zu keiner anderen Jahreszeit: Laub, abgeerntete Gemüsepflanzen, Staudenschnitt und der letzte Rasenschnitt. Vieles davon landet in der Biotonne oder auf dem Wertstoffhof. Dabei ist genau dieses Material ideal, um Deine Beete winterfest zu machen. Mulchen im Herbst gehört deshalb zu den wichtigsten Maßnahmen der Herbstkur.

Warum lohnt sich Mulchen im Herbst?

Eine Mulchschicht übernimmt über den Winter gleich mehrere Aufgaben:

  • Sie schützt die Bodenoberfläche vor Verschlämmung durch Starkregen.
  • Sie mildert Temperaturschwankungen, sodass Frost nicht so tief in den Boden eindringt.
  • Sie verringert das Auswaschen von Nährstoffen, weil der Boden nicht nackt ist.
  • Sie unterdrückt Unkraut, das im Frühjahr sonst als Erstes keimt.
  • Sie ist Futter für das Bodenleben. Regenwürmer ziehen Pflanzenreste nach und nach in den Boden, und Bodenorganismen setzen sie zu Humus um.

Welches Material eignet sich zum Mulchen?

Gut geeignet sind zum Beispiel:

  • Laub von den meisten Laubbäumen und Sträuchern, zum Beispiel Ahorn, Linde, Obstbäume oder Buche
  • Rasenschnitt, am besten leicht angetrocknet und nur in dünnen Schichten
  • Gesunde Erntereste wie Bohnen-, Kohl- oder Möhrenlaub
  • Häckselgut von Stauden und Sträuchern
  • Stroh, besonders für Gemüsebeete

Weniger geeignet oder nur in kleinen Mengen:

  • Walnuss-, Eichen- und Kastanienlaub: Es enthält viele Gerbstoffe und verrottet sehr langsam. Mische es am besten mit anderem Laub oder Material.
  • Kranke Pflanzenteile, zum Beispiel Rosenlaub mit Sternrußtau, Tomaten mit Krautfäule oder Obstlaub mit Schorf. Diese Reste gehören besser in den Hausmüll oder die Biotonne.
  • Unkräuter mit Samen oder Wurzelunkräuter wie Giersch und Quecke

Wie dick sollte die Mulchschicht sein?

Für Beete im Herbst hat sich eine lockere Schicht von etwa 5 bis 10 cm bewährt. Ist die Schicht zu dünn, bleibt der Schutz gering. Ist sie zu dick und zu kompakt, kommt kaum noch Luft an den Boden. Rasenschnitt solltest Du deshalb immer nur dünn auftragen, da er sonst verklebt und fault.

Tipp: Wenn Du Beete mit Laub mulchen möchtest, fahre vorher einmal mit dem Rasenmäher über das Laub. Zerkleinerte Blätter verwehen nicht so leicht, verkleben weniger und werden schneller vom Bodenleben umgesetzt. Ein paar Zweige obendrauf helfen zusätzlich gegen Wind.

Wie kommen Effektive Mikroorganismen beim Mulchen ins Spiel?

Mit EM kannst Du Mulchmaterial auf zwei Arten nutzen:

  1. Mulch mit EM-Lösung besprühen: Verteile das Material auf dem Beet und gieße es anschließend mit verdünnter EM-Lösung wie EM aktiv – Bodenhilfsstoff. Das ist die schnelle Variante und funktioniert gut für Laub und Erntereste.
  2. Material vorab fermentieren: Laub, Rasenschnitt und Häckselgut werden ähnlich wie bei Bokashi luftdicht fermentiert und erst danach auf die Beete gebracht. Diese Methode braucht etwas mehr Vorbereitung. Viele EM-Anwender nutzen sie, weil das Material fermentiert statt fault.

Anleitung: Laub und Gartenreste mit EM fermentieren

Laub fermentieren funktioniert nach demselben Prinzip wie der Bokashi Eimer, nur in größerem Maßstab. Die Milchsäurebakterien und Hefen arbeiten dabei ohne Sauerstoff und konservieren das Material, statt es zu zersetzen.

Das brauchst Du:

So gehst Du vor:

  1. Material zerkleinern: Je kleiner die Stücke, desto gleichmäßiger fermentiert das Material. Laub am besten vorher mit dem Rasenmäher häckseln.
  2. Schichtweise einfüllen: Gib eine Schicht von etwa 10 bis 15 cm in den Behälter.
  3. EM aktiv und Ferment zugeben: Sprühe zuerst einige Sprühstöße unverdünntes EM aktiv auf die Schicht. Streue dann etwa 20 g Bokashi Ferment gleichmäßig darüber. Das Material sollte feucht, aber nicht nass sein.
  4. Fest andrücken: Drücke jede Schicht kräftig an, damit möglichst wenig Luft im Material bleibt.
  5. Wiederholen: Schicht für Schicht weiter befüllen, bis der Behälter voll ist.
  6. Luftdicht verschließen: Deckel schließen oder Sack bzw. Plane fest verschnüren und mit Steinen beschweren.
  7. Fermentieren lassen: Lass das Material mindestens zwei Wochen fermentieren. Bei kühlen Herbsttemperaturen kann es auch vier bis sechs Wochen dauern. Stelle den Behälter möglichst an einen geschützten Ort, zum Beispiel in eine Garage oder einen Schuppen.Woran erkennst Du, dass die Fermentation geklappt hat?

Gut fermentiertes Material riecht leicht säuerlich, ähnlich wie Silage oder Sauerkraut. Ein weißer Belag ist kein Problem. Riecht es dagegen faulig, war vermutlich zu viel Luft oder Feuchtigkeit im Spiel. Mehr dazu findest Du in unserem Ratgeber zu häufigen Bokashi-Fehlern.

Fermentiertes Material als Mulch ausbringen

Verteile das fermentierte Material als Mulchschicht auf leeren Beeten oder zwischen mehrjährigen Pflanzen. Halte dabei etwas Abstand zu Stängeln und Stämmen. Da fermentiertes Material noch organische Säuren enthält, solltest Du nach dem Ausbringen etwa zwei bis drei Wochen warten, bevor Du an dieser Stelle neu pflanzt oder säst. Im Herbst ist das meist kein Thema, denn bis zum Frühjahr hat das Bodenleben genug Zeit, das Material weiter umzusetzen.

Tipp: Du hast mehr Laub, als Du jetzt brauchst? Ein Teil des fermentierten Materials lässt sich gut verschlossen lagern und im Frühjahr als Mulch oder zur Bodenvorbereitung nutzen.

Kompost und Bokashi: Organik zurück in den Boden bringen

Mulch schützt Deinen Boden über den Winter. Damit das Bodenleben aber richtig arbeiten kann, braucht es außerdem organisches Material, das bereits teilweise umgesetzt ist. Genau hier kommen Kompost und Bokashi ins Spiel. Beide bringen wertvolle Organik zurück in Deine Beete und sind feste Bausteine, wenn Du Deinen Gartenboden verbessern möchtest.

Kompost im Herbst ausbringen: Was ist zu beachten?

Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um Kompost auszubringen, besonders auf abgeernteten Gemüsebeeten. Dabei gilt eine wichtige Regel: Kompost aufstreuen, nicht untergraben. Verteile ihn als Schicht auf der Bodenoberfläche. Regenwürmer und andere Bodenorganismen ziehen ihn über den Winter nach und nach in den Boden.

Ein paar Orientierungswerte für die Menge:

  • Gemüsebeete mit Starkzehrern wie Kohl, Kürbis oder Tomaten: etwa 3 bis 5 Liter pro m²
  • Gemüsebeete mit Mittel- und Schwachzehrern sowie Staudenbeete: etwa 2 bis 3 Liter pro m²
  • Ziergehölze und Hecken: eine dünne Schicht rund um den Wurzelbereich

Im Herbst kannst Du auch halbreifen Kompost verwenden, in dem noch gröbere Bestandteile zu erkennen sind. Über den Winter reift er auf dem Beet weiter. Für die Aussaat im Frühjahr ist dagegen reifer, feinkrümeliger Kompost besser geeignet.

Kompost mit EM: So nutzt Du die Herbstarbeiten

Wenn Du im Herbst Deinen Komposthaufen umsetzt oder neu aufschichtest, kannst Du gleich Effektive Mikroorganismen einbinden:

Wie Du einen EM-Kompost Schritt für Schritt anlegst, liest Du in unserem Ratgeber EM Kompost anlegen – so geht's.

Bokashi im Garten: Was ist der Unterschied zum Kompost?

Bokashi entsteht nicht durch Verrottung, sondern durch Fermentation. Küchenabfälle werden im luftdicht verschlossenen Bokashi Eimer mit Effektiven Mikroorganismen konserviert, ähnlich wie Sauerkraut. Das Ergebnis ist kein fertiger Humus, sondern ein fermentiertes Material, das erst im Boden weiter umgesetzt wird.

Für Dich als Gärtner heißt das:

  • Kompost ist bereits weitgehend abgebaut und kann direkt auf das Beet.
  • Bokashi ist noch „in Arbeit“ und muss erst in den Boden eingebracht werden, wo Bodenorganismen ihn weiter umwandeln.

Beides lässt sich gut kombinieren. Viele Gärtner nutzen Kompost für Gartenabfälle und Bokashi für Küchenreste.

Bokashi im Herbst ausbringen: So geht's

Der Herbst ist eine gute Zeit, um fermentierten Bokashi in die Beete zu bringen. Abgeerntete Flächen bieten jetzt viel Platz, und bis zur nächsten Pflanzung hat das Material genug Zeit, sich im Boden umzuwandeln.

So bringst Du Bokashi im Herbst ins Beet:

  1. Reifezeit abwarten: Nach dem Befüllen sollte der Bokashi etwa zwei Wochen verschlossen im Eimer nachfermentieren.
  2. Graben ausheben: Hebe auf einem leeren Beet eine Rinne oder ein Loch von etwa 15 bis 20 cm Tiefe aus.
  3. Bokashi einfüllen: Verteile den Bokashi im Graben und vermische ihn leicht mit etwas Erde.
  4. Abdecken: Bedecke den Bokashi vollständig mit Erde und drücke sie leicht an.
  5. Mulchen: Zum Schluss eine Mulchschicht aus Laub oder fermentiertem Gartenmaterial darüber geben.

Wichtig: Frischer Bokashi enthält organische Säuren und sollte nicht direkt an Pflanzenwurzeln gelangen. Halte deshalb Abstand zu bestehenden Pflanzen und warte nach dem Eingraben etwa zwei bis drei Wochen, bevor Du an dieser Stelle pflanzt oder säst. Im Herbst ergibt sich diese Wartezeit meist ganz von selbst.

Was tun mit Bokashi im Winter?

Die Bokashi-Herstellung in der Küche läuft auch im Winter weiter. Ist der Boden gefroren, kannst Du den fertigen Bokashi aber nicht eingraben. Dafür gibt es einfache Lösungen:

  • Vor dem Frost vorsorgen: Bringe im Spätherbst lieber eine größere Menge Bokashi auf einmal aus, solange der Boden noch offen ist.
  • Verschlossen lagern: Fertig fermentierter Bokashi lässt sich im gut verschlossenen Eimer an einem kühlen Ort mehrere Wochen aufbewahren.
  • Auf den Kompost geben: Alternativ kannst Du den Bokashi unter eine Schicht Kompost oder Laub auf den Komposthaufen geben.

Ausführliche Infos zur Herstellung, Dosierung und Lagerung findest Du in unserem Ratgeber Bokashi-Dünger: Herstellung, Dosierung, Verwendung & Lagerung.

Gründüngung: Was du im Oktober noch säen kannst

Neben Mulch gibt es noch eine zweite Möglichkeit, Deinen Boden über den Winter zu bedecken: die Gründüngung. Dabei säst Du auf abgeernteten Beeten Pflanzen aus, die nicht geerntet werden, sondern dem Boden zugutekommen. Ihre Wurzeln lockern die Erde, ihre Blätter bedecken die Oberfläche, und ihre Pflanzenmasse wird später zu Futter für das Bodenleben.

Was bringt eine Gründüngung im Herbst?

Eine Gründüngung im Herbst übernimmt viele Aufgaben einer Mulchschicht und bringt noch ein paar eigene Vorteile mit:

  • Wurzeln lockern den Boden bis in tiefere Schichten, ganz ohne Spaten.
  • Nährstoffe werden gebunden: Die Pflanzen nehmen Nährstoffe auf, die sonst über den Winter ausgewaschen würden, und geben sie später beim Abbau wieder frei.
  • Der Boden bleibt bedeckt und ist vor Verschlämmung und Erosion geschützt.
  • Das Bodenleben findet Nahrung: Wurzeln geben laufend Stoffe in den Boden ab, von denen Mikroorganismen leben.

Welche Gründüngung kann man im Oktober noch säen?

Ob sich eine Aussaat jetzt noch lohnt, hängt vor allem von der Pflanze ab. Viele beliebte Gründüngungspflanzen brauchen einige Wochen Wachstum vor dem ersten Frost und sollten deshalb bis spätestens September im Boden sein. Für die Aussaat im Oktober bleiben vor allem winterharte Arten.

Pflanzen für die Gründüngung

Was ist bei winterharter Gründüngung zu beachten?

Winterroggen und Wickroggen überstehen den Winter und wachsen im Frühjahr weiter. Das hat einen Vorteil: Dein Beet ist den ganzen Winter über bedeckt und durchwurzelt. Im Frühjahr musst Du die Pflanzen allerdings rechtzeitig abmähen, bevor sie Samen bilden.

Mähe die Gründüngung etwa drei bis vier Wochen vor der geplanten Aussaat oder Pflanzung ab und lass das Schnittgut als Mulch liegen. Roggen kann die Keimung nachfolgender Aussaaten vorübergehend hemmen. Diese Wartezeit gibt dem Boden Zeit, die Pflanzenreste umzusetzen.

Zu spät für eine Gründüngung?

Ist es in Deiner Region schon zu kalt oder hast Du die Aussaat verpasst? Dann ist das kein Problem. Greife einfach auf die bereits beschriebene Mulchschicht aus Laub und Ernteresten zurück. Wichtig ist vor allem, dass Dein Boden nicht nackt in den Winter geht.

Gründüngung mit Effektiven Mikroorganismen kombinieren

Auch bei der Gründüngung kannst Du EM gut einbinden, und zwar zu zwei Zeitpunkten:

  1. Bei der Aussaat: Viele EM-Anwender weichen das Saatgut vor der Aussaat einige Stunden in verdünnter EM-Lösung ein. Nach der Aussaat wird die Fläche zusätzlich mit EM-Lösung angegossen, damit Samen und Boden gleichmäßig feucht sind.
  2. Im Frühjahr beim Abmähen: Besprühe das abgemähte Pflanzenmaterial mit verdünnter EM-Lösung, bevor Du es als Mulch liegen lässt oder flach einarbeitest. So kombinierst Du die Gründüngung mit der EM-Anwendung, die Du schon vom Mulchen kennst.

Für beide Anwendungen eignet sich eine fertige EM-Lösung wie EM aktiv – Bodenhilfsstoff, die Du nur noch mit Wasser verdünnen musst.

Im Herbst düngen – oder lieber nicht?

Bei kaum einer Frage sind sich Hobbygärtner so uneins wie bei der Herbstdüngung. Die einen schwören darauf, die Beete vor dem Winter noch einmal zu versorgen, die anderen lassen den Dünger bis zum Frühjahr im Schrank. Die Antwort liegt dazwischen: Im Herbst düngen ist sinnvoll, aber nur mit den richtigen Mitteln.

Warum ist schnell wirkender Dünger im Herbst problematisch?

Klassische Mineraldünger und schnell lösliche Stickstoffdünger solltest Du im Herbst nicht mehr einsetzen. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Pflanzen brauchen jetzt kaum noch Nährstoffe. Das Wachstum kommt mit sinkenden Temperaturen zum Erliegen.
  • Stickstoff wird ausgewaschen. Was die Pflanzen nicht aufnehmen, spült der Winterregen in tiefere Bodenschichten oder ins Grundwasser.
  • Späte Triebe sind frostempfindlich. Bekommen Stauden oder Gehölze jetzt noch Stickstoff, bilden sie oft weiche Triebe, die im Winter erfrieren.

Welcher Dünger ist im Herbst sinnvoll?

Im Herbst geht es nicht darum, Pflanzen direkt zu versorgen, sondern den Boden für das nächste Jahr vorzubereiten. Dafür eignen sich vor allem langsam wirkende, organische Bodenverbesserer, die sich über den Winter im Boden verteilen und erst nach und nach umgesetzt werden:

  • Kompost und Bokashi, wie im vorherigen Abschnitt beschrieben
  • Gesteinsmehl, das Mineralien und Spurenelemente enthält. Es wird nur langsam verwittert und deshalb gern im Herbst ausgebracht, damit es bis zum Frühjahr Zeit hat, sich im Boden zu verteilen.
  • Pflanzenkohle, die als Strukturbaustein für den Boden dient, dazu gleich mehr.

Gut zu wissen: Eine Ausnahme ist der Rasen. Hier wird im Herbst häufig ein spezieller Herbstrasendünger mit wenig Stickstoff und viel Kalium eingesetzt. Für Beete gilt die Ausnahme aber nicht.

Was ist Pflanzenkohle?

Pflanzenkohle entsteht, wenn Pflanzenmaterial wie Holz unter Sauerstoffausschluss stark erhitzt wird. Übrig bleibt eine sehr poröse Kohle mit einer großen inneren Oberfläche. In diesen Poren können sich Wasser, Nährstoffe und Mikroorganismen anlagern.

Bekannt wurde das Prinzip durch die sogenannte Terra Preta, eine dunkle, humusreiche Erde, die vor Jahrhunderten im Amazonasgebiet durch menschliche Bewirtschaftung entstanden ist und unter anderem Holzkohle enthält.

Warum solltest Du Pflanzenkohle mit Kompost mischen?

Unbehandelte Pflanzenkohle ist wie ein trockener Schwamm. Bringst Du sie pur ins Beet, nimmt sie zunächst Wasser und Nährstoffe aus dem Boden auf. Deshalb wird Pflanzenkohle vor dem Einsatz meist mit Mikroorganismen und Nährstoffen angereichert. Gärtner sprechen dabei vom „Aufladen“.

Die Pflanzenkohle aus dem EM-Kaufhaus ist bereits mit Effektiven Mikroorganismen aktiviert. Den mikrobiellen Teil musst Du also nicht mehr selbst übernehmen. Mische sie trotzdem mit nährstoffreichem organischem Material wie Kompost oder Bokashi, damit sich die Poren auch mit Nährstoffen füllen können. Der Herbst ist dafür ideal: Du hast jetzt viel organisches Material zur Hand, und über den Winter hat die Mischung genug Zeit zum Durchziehen.

So bringst Du Pflanzenkohle im Herbst aus

Variante 1: Pflanzenkohle in den Kompost mischen

  1. Mische die Pflanzenkohle beim Umsetzen oder Aufschichten unter Deinen Kompost.
  2. Als Orientierung gilt ein Anteil von etwa 5 bis 15 % der Kompostmenge.
  3. Über den Winter reichert sich die Kohle im Kompost mit Nährstoffen an.
  4. Im Frühjahr bringst Du die Mischung zusammen mit dem Kompost auf die Beete.

Variante 2: Pflanzenkohle beim Laub-Fermentieren zugeben

  1. Streue beim Fermentieren von Laub und Gartenresten zwischen die Schichten etwas Pflanzenkohle, zusätzlich zum Bokashi Ferment.
  2. Nach der Fermentation bringst Du das Material samt Kohle als Mulch auf die Beete.

Variante 3: Pflanzenkohle direkt ins Beet einarbeiten

  1. Mische die Pflanzenkohle mit reifem Kompost.
  2. Verteile die Mischung auf dem gelockerten Beet und arbeite sie flach in die oberste Bodenschicht ein.
  3. Als Richtwert gelten etwa 5 bis 10 % des Bodenvolumens. Für die obersten 10 cm Boden auf einem Quadratmeter sind das rund 5 bis 10 Liter Pflanzenkohle.

Variante 1 und 2 sind besonders praktisch, weil Du sie direkt mit Deinen übrigen Herbstarbeiten verbinden kannst.

Die EM-Herbstkur Schritt für Schritt

Du möchtest Deinen Boden im Herbst vorbereiten, aber nicht alles im Detail lesen? Hier findest Du die komplette EM-Herbstkur kompakt zusammengefasst. Ausführliche Erklärungen zu jedem Schritt findest Du in den jeweiligen Abschnitten weiter oben.

Das brauchst Du:

  • EM aktiv – Bodenhilfsstoff zum Gießen der Beete und zum Besprühen von Mulch und Kompost
  • Bokashi Ferment – Kompoststarter zum Fermentieren von Laub und Gartenresten. Er enthält neben Effektiven Mikroorganismen auch Gesteinsmehl.
  • Pflanzenkohle, bereits mit EM aktiviert, als Zusatz für Kompost und Beete
  • eine Gießkanne, eine Grabegabel und einen verschließbaren Behälter für die Fermentation

So gehst Du vor:

  1. Bodentemperatur prüfen (September bis Anfang November): Liegt sie über etwa 8 °C, kannst Du starten. 
  2. Laub und Gartenreste fermentieren: Material zerkleinern, schichtweise mit Bokashi Ferment und einigen Sprühstößen unverdünntem EM aktiv in einen luftdichten Behälter füllen.
  3. Pflanzenkohle in den Kompost mischen: Beim Umsetzen des Komposts etwa 5 bis 15 % Pflanzenkohle untermischen. 
  4. Beete abräumen und lockern: Kranke Pflanzenteile entfernen, gesunde Reste zerkleinert liegen lassen. Boden mit der Grabegabel lockern, nicht umgraben.
  5. Kompost oder Bokashi ausbringen: Kompost auf der Oberfläche verteilen, fertigen Bokashi in leere Beete eingraben. 
  6. Beete mit EM aktiv gießen: EM aktiv mit Wasser verdünnen und gleichmäßig auf die feuchten Beete gießen, am besten an einem milden, bedeckten Tag.
  7. Boden bedecken: Mulch aus Laub oder fermentiertem Material auftragen oder eine winterharte Gründüngung wie Winterroggen einsäen.
  8. Zweite EM-Gabe: Nach etwa zwei bis drei Wochen die Beete noch einmal mit verdünntem EM aktiv gießen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Dosierung auf einen Blick

Wirken Effektive Mikroorganismen wirklich?

Wer sich mit EM beschäftigt, stößt früher oder später auf diese Frage. Neben vielen begeisterten Erfahrungsberichten findest Du im Netz auch kritische Stimmen und Studien, die keine Wirkung nachweisen konnten. Du solltest beide Seiten kennen, um selbst entscheiden zu können.

Was sagt die Wissenschaft?

Die Studienlage zu Effektiven Mikroorganismen ist nicht einheitlich:

  • Eine Übersichtsarbeit zum Gemüseanbau hat zahlreiche veröffentlichte Studien ausgewertet. Die Mehrheit davon berichtete von positiven Effekten auf Wachstum und Ertrag, ein Teil fand jedoch keinen messbaren Unterschied.
  • Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2015, die Dutzende Fachartikel zusammenfasste, fand insgesamt einen kleinen positiven Effekt. Die Ergebnisse unterschieden sich aber stark je nach Pflanzenart.

Kurz gesagt: Ob und wie stark EM wirken, hängt offenbar stark von den Bedingungen ab, also vom Boden, von den Pflanzen und davon, wie sie eingesetzt werden. Zahlreiche Anwender berichten jedoch immer wieder von verschiedensten Erfolgen im EM-Garten.

Was heißt das für Deinen Garten?

EM können Dir dabei helfen, organisches Material zu fermentieren, statt verfaulen zu lassen. Sie allein ersetzen aber keine ganzheitliche Bodenpflege.

Viele Gärtner nutzen EM deshalb vor allem dort, wo der Nutzen im Alltag direkt spürbar ist:

  • beim Fermentieren von Küchen- und Gartenabfällen im Bokashi Eimer oder in der Tonne, wo ein säuerlicher Geruch zeigt, dass die Fermentation läuft
  • beim Kompostieren, als Ergänzung zur klassischen Rotte
  • als Baustein einer Bodenpflege mit Mulch, Kompost und Gründüngung

Fazit zur Wirksamkeit

Effektive Mikroorganismen sind kein Wundermittel und sollten auch nicht so verkauft werden. Sinnvoll eingesetzt, zusammen mit organischem Material und einer schonenden Bodenbearbeitung, sind sie für viele Gärtner aber ein fester Bestandteil ihrer Bodenpflege. Die Herbstkur, wie sie in diesem Ratgeber beschrieben ist, funktioniert deshalb auch so: Mulch, Kompost, Gründüngung und Pflanzenkohle bilden die Basis - EM machen sie noch besser.

Zusammenfassung / Fazit

Mit einer Herbstkur für Deinen Gartenboden legst Du schon jetzt die Grundlage für das nächste Gartenjahr. Das Wichtigste dabei: Dein Boden sollte nicht nackt in den Winter gehen, und das Bodenleben braucht ausreichend organisches Material als Futter.

Statt umzugraben, lockerst Du den Boden schonend mit der Grabegabel. Anschließend bringst Du Kompost oder Bokashi aus und bedeckst die Beete mit Mulch aus Laub und Ernteresten oder einer winterharten Gründüngung. Schnell wirkenden Dünger brauchst Du im Herbst nicht. Langsam wirkende Bodenverbesserer wie Kompost, Gesteinsmehl und Pflanzenkohle sind jetzt die bessere Wahl.

Effektive Mikroorganismen fügen sich gut in diese Routine ein. Solange der Boden noch über etwa 8 °C warm ist, kannst Du Deine Beete mit EM gießen, Laub und Gartenreste fermentieren und Deinen Kompost ergänzen. EM sind dabei kein Dünger und kein Wundermittel, sondern ein Baustein, wenn Du Deinen Gartenboden verbessern und das Bodenleben fördern möchtest.

Das Schöne an der Herbstkur: Vieles von dem, was Du brauchst, fällt in Deinem Garten ohnehin an. Laub, Erntereste und Küchenabfälle bleiben im Kreislauf, statt in der Biotonne zu landen.

Wenn Du mit der EM-Herbstkur starten möchtest, findest Du EM aktiv – Bodenhilfsstoff, Bokashi Ferment – Kompoststarter und Pflanzenkohle bequem im EM-Kaufhaus Online Shop.

FAQ

Zum Gießen der Beete verdünnst Du EM aktiv – Bodenhilfsstoff im Verhältnis 1:100, also zum Beispiel 100 ml auf 10 Liter Wasser. Zum Besprühen von Kompost- und Fermentationsschichten verwendest Du EM aktiv dagegen unverdünnt, mit einigen Sprühstößen pro Schicht. Verdünnte Lösung solltest Du immer direkt verbrauchen.

Für die Herbstkur reichen in der Regel ein bis zwei Gaben. Gieße die Beete einmal nach dem Lockern und bei Bedarf ein zweites Mal etwa zwei bis drei Wochen später. Wichtig ist, dass der Boden dann noch über etwa 8 °C warm und nicht gefroren ist.

Ja, EM aktiv lässt sich in der Verdünnung 1:100 auch flächig auf dem Rasen ausbringen. Entferne vorher das Laub von der Rasenfläche, denn eine dichte Laubschicht lässt den Rasen darunter faulen. Das Laub kannst Du anschließend als Mulch für Deine Beete verwenden oder fermentieren.

Gesunde Staudenstängel kannst Du gut bis zum Frühjahr stehen lassen. Sie schützen den Boden und bieten Insekten ein Winterquartier. Gesunde Erntereste kannst Du zerkleinert als Mulch auf dem Beet liegen lassen. Kranke Pflanzenteile, etwa Tomaten mit Krautfäule, gehören dagegen in die Biotonne oder den Hausmüll.

Besser nicht. Ein unbedeckter Boden verschlämmt bei Starkregen, Nährstoffe werden ausgewaschen und im Frühjahr keimt schnell Unkraut. Decke leere Beete deshalb mit Mulch aus Laub oder Ernteresten ab oder säe eine winterharte Gründüngung wie Winterroggen ein.

Ja. Gerade Hochbeete sacken über die Saison ab und lassen sich im Herbst gut auffüllen. Gib eine Schicht Laub oder fermentiertes Gartenmaterial hinein, darauf etwas Kompost mit Pflanzenkohle, und gieße das Ganze mit verdünntem EM aktiv. Zum Schluss deckst Du die Oberfläche mit Mulch ab.

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