Was hilft wirklich gegen Trauermücken? - die besten Tipps und Hausmittel

Trauermücken sind nicht nur lästig, ihre Larven können auch Deinen Zimmerpflanzen üblen Schaden zufügen. Hier erfährst Du, wie Du die Schädlinge mit einfachen Hausmitteln und effektiven Tricks bekämpfen kannst – ganz ohne gefährliche Pestizide.

Um Trauermücken zu bekämpfen, solltest Du einiges über sie wissen. Hier lernst Du einen Befall zu erkennen und welche Schäden dadurch entstehen können. Im Anschluss findest Du zahlreiche einfache Hausmittel und weitere praktische Methoden für den erfolgreichen Kampf gegen die Fliegen. Darüber hinaus erfährst Du auch, wie Du einem erneuten Befall vorbeugen kannst.

Was sind Trauermücken und woran erkennt man sie?

Trauermücken sind kleine schwarze Fliegen. Sie werden zwischen vier und sieben Millimeter groß. In der Natur gelten sie als Nützlinge, da ihre Larven organisches Material zersetzen. Vor allem in den Wintermonaten nisten sie sich jedoch gerne in Zimmerpflanzen ein und werden so zu lästigen Schädlingen. Sie können aber auch im Garten auftreten.

Allein in Deutschland gibt es etwa 350 verschiedene Arten der Trauermücke. Weltweit findet man rund 600 Arten. Die Schädlinge legen ihre 200 Eier in die feuchte Erde von Zimmerpflanzen. Dort entwickeln sich die grauweißen Larven. Sie werden etwa sieben Millimeter lang. Nach 13 Tagen verpuppen sie sich. Die erwachsenen Fliegen leben dann für ca. fünf Tage. Die gesamte Lebensdauer einer Trauermücke beträgt etwa vier Wochen.

Trauermücken werden oft in minderwertiger Blumenerde eingeschleppt, können aber auch durchs offene Fenster in die Wohnung gelangen. Einen Befall erkennst Du an kleinen Schwärmen über Deinen Zimmerpflanzen, die auffliegen, wenn Du die Pflanze gießt oder bewegst.

Warum Trauermücken bekämpfen?

Welche Schäden entstehen durch Trauermücken? Die erwachsene Trauermücke ist lästig, kann aber Deinen Zimmerpflanzen nichts abhaben. Das Problem: Sie vermehrt sich rasant. Ihre Larven ernähren sich von den Wurzeln Deiner Pflanzen und fügen ihnen so erheblichen Schaden zu. Vor allem junge Pflanzen, Steck- oder Keimlinge können absterben, da ihre zerstörten Wurzeln Wasser und Nährstoffe nicht mehr genügend aufnehmen.

Des Weiteren sind von Trauermücken befallene Pflanzen anfälliger für weitere Krankheiten, vor allem für bakterielle Infektionen. Ältere Pflanzen fangen dann schnell an, zu schwächeln. Auch das Wachstum wird gestört. Zum Glück gibt es zahlreiche einfache Mittel gegen die Biester. Welche das sind, liest Du in den folgenden Abschnitten.

Einfache Hausmittel gegen Trauermücken

Was mögen Trauermücken nicht? Wie lange dauert es, bis Trauermücken weg sind? Hier findest Du die Antworten. Hausmittel können der erste Schritt im Kampf gegen Trauermücken sein. Hier gibt es jede Menge Möglichkeiten, von denen Du die meisten bereits daheim hast. Zudem sind sie besonders leicht anwendbar. Bevor Du mit dem Bekämpfen beginnst, solltest Du betroffene Pflanzen isolieren, damit sich die Fliegen nicht so schnell ausbreiten können.

Knoblauch: Knoblauch enthält den schwefelhaltigen Stoff Allicin, der die Larven der Trauermücke abtötet. Schneide die Spitze von einer Zehe ab und stecke die Zehe in die Erde! Du kannst den Knoblauch auch in kleine Würfel schneiden und um die Pflanze verteilen.

Kaffeesatz: Kaffeesatz muss nicht in den Müll, denn er ist äußerst nützlich! Wenn Du ihn gegen Trauermücken einsetzen willst, muss er zunächst gut durchtrocknen. Ansonsten kann sich Schimmel bilden. Streue den getrockneten Kaffeesatz auf die Blumenerde rund um die befallene Pflanze! Dort verhindert er die Ablage der Eier und stört so die Fortpflanzung der Fliegen. Obendrein ist Kaffeesatz ein hervorragender organischer Dünger.

Teebaumöl: Teebaumöl besitzt antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften. Gib 20 Tropfen in einen Liter Wasser und gieße die befallene Pflanze mit der Lösung! Das Öl dringt in die Erde ein und tötet dort die Larven ab.

Lavendelöl: Lavendelöl hat eine ähnliche Wirkung wie Teebaumöl und kann genauso angewandt werden. Bedenke, dass die Öle lediglich die Larven beseitigen. Bereits erwachsene Fliegen können sich weiter fortpflanzen. Deshalb sollten diese Mittel wiederholt eingesetzt werden.

Backpulver: Backpulver oder auch Natron sind kostengünstig und leicht anwendbar bei der Bekämpfung von Trauermücken. Verteile sie einfach mit einem Sieb über der Erde im Blumentopf! Feuchte sie anschließend etwas an. So können sie in die Erde eindringen und dort die Larven abtöten.

Petersilie: Die Inhaltsstoffe der Petersilie wirken abschreckend auf Trauermücken, sodass die kleinen Fliegen Deine Pflanzen einfach meiden. Hacke ein frisches Bündel klein und verteile die Petersilie im Blumentopf!

Neemöl: Neemöl (manchmal auch Niemöl geschrieben) stammt aus einem tropischen Baum und gilt schon lange Zeit als wirksamer Schädlingsbekämpfer. Mische zehn Millimeter in einen Liter Wasser und gieße die befallene Pflanze mit der Lösung! Neemöl ist gut verträglich für Mensch, Tier und Umwelt. Es unterstützt sogar das Wachstum und die Widerstandskraft von Pflanzen. Du kannst es auch bei gesunden Pflanzen regelmäßig anwenden.

Andere Mittel zur Bekämpfung von Trauermücken

Neben den zahlreichen Hausmitteln gibt es noch andere wirkungsvolle Möglichkeiten, die lästigen Schädlinge loszuwerden. Oft ist es sinnvoll, mehrere Methoden zu kombinieren, um die Fliegen und ihre Larven schnell und restlos zu beseitigen.

Erde austauschen: Bei starkem Befall solltest Du die Blumenerde komplett austauschen. So kannst Du die Trauermücken schnell wieder loswerden. Befreie vor allem die Wurzeln sorgfältig von der Erde und säubere die Blumentöpfe gründlich!

Gelbfalle: Gelbfallen sind klebrige Stecker oder Tafeln in gelber Farbe. Sie werden in die Erde der Blumentöpfe gesteckt und fangen dort die Fliegen ein. So können sich diese nicht weiter fortpflanzen. Gelbfallen sind ein gängiges und sehr effektives Mittel auch gegen andere Schädlinge.

Streichhölzer: Brenne Streichhölzer ab und stecke sie mit dem Kopf nach unten die Erde der befallenen Pflanze! Der enthaltene Schwefel tötet Larven ab und hindert erwachsene Trauermücken am Einnisten. Wie viele Streichhölzer gegen Trauermücken? Bei einem Topf mit zehn Zentimeter Durchmesser genügen schon zwei Streichhölzer. Du solltest sie alle zwei Wochen auswechseln.

Quarzsand: Eine dünne Schicht trockener Quarzsand auf der Blumenerde hindert Trauermücken daran, ihre Eier abzulegen. Da die Larven sich nur in feuchter Erde entwickeln können, solltest Du das Gießen für einige Zeit reduzieren.

Nützlinge: Trauermücken lassen sich gut mit anderen kleinen Lebewesen bekämpfen. Nützlinge wie Nematoden sind kleine Fadenwürmer, die die Larven abtöten. Gib sie in lauwarmes Gießwasser und behandle befallene Pflanzen für zwei bis drei Wochen! Während der Behandlung solltest Du die Pflanzen nicht düngen. Nematoden sind ungefährlich für Mensch, Tier und Pflanzen. Du kannst sie im Gartenfachhandel erwerben.

Fleischfressende Pflanzen: Fleischfressende Pflanzen locken Trauermücken an und fangen sie mit ihren klebrigen Blättern ein. Besonders gut geeignet ist das Fettkraut. Platziere es einfach in die Nähe von befallenen Pflanzen – ein effektives Mittel, das obendrein interessant zu beobachten ist.

Trauermücken vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu einem Befall mit Trauermücken kommt, kannst Du einige einfache Dinge beachten. Kaufe ausschließlich hochwertige Blumenerde! Die Säcke sollten gut verschlossen und nicht beschädigt sein. Um ganz sicherzugehen, kannst Du die Erde im Backofen sterilisieren. Bei 200 Grad sterben enthaltene Larven nach 20 Minuten ab.

Auch eigene Komposterde aus dem Garten kannst Du im Backofen behandeln. Beachte, dass dabei auch wertvolle und wichtige Mikroorganismen absterben! Diese solltest Du anschließend wieder dazugeben, zum Beispiel in Form von EM aktiv. Passende Produkte findest Du im EM-Kaufhaus Online-Shop.

Kaufst Du Zimmerpflanzen im Topf, prüfe sie gründlich auf einen unangenehmen Geruch und Ablagerungen auf der Erdoberfläche! Dies könnten Hinweise dafür sein, dass die Pflanze zu lange feucht gestanden hat. Auch daheim solltest Du Deine Zimmerpflanzen nicht zu viel gießen. Die Erdoberfläche muss zwischenzeitlich trocknen, damit Trauermücken ihre Eier nicht ablegen können.

Anstelle von Blumenerde kannst Du auch Tongranulat oder Hydrokulturen nutzen. Dort können sich Trauermücken nicht einnisten. Dies ist jedoch nicht für alle Pflanzenarten möglich. Deshalb solltest Du Deine Pflanzen regelmäßig mit natürlichen Pflanzenstärkungsmitteln unterstützen. So werden sie widerstandsfähiger gegen Schädlinge und weniger anfällig für andere Krankheiten. Auch nach einem überstandenen Befall ist eine natürliche Stärkungskur sinnvoll.

Sind Trauermücken gefährlich für den Menschen?

Trauermücken sind mit den Stechmücken verwandt, stechen aber selbst nicht. Sie übertragen auch keine Krankheiten. Die erwachsenen Fliegen sind für Mensch, Tier und Natur absolut ungefährlich. Ausschließlich die Larven können Deinen Pflanzen schaden. Vor allem junge Pflanzen, Setzlinge und Stecklinge können bei einem Befall absterben. Ältere Pflanzen gehen in der Regel nicht ein, können aber schwächeln und in ihrem Wachstum gestört werden.

Zusammenfassung/Fazit

Trauermücken zu bekämpfen ist einfacher, als es scheint. Die zahlreichen wirksamen Tricks kannst Du unkompliziert anwenden. Viele davon hast Du bereits zu Hause. Am besten kombinierst Du mehrere Methoden miteinander, um die kleinen Fliegen und ihre Larven effektiv loszuwerden. Gefährliche Pestizide sind nicht notwendig. Achte darauf, Deine Pflanzen nicht zu viel zu gießen, um den Schädlingen keine Nistmöglichkeiten zu bieten.

Möchtest Du es Dir besonders leicht machen und ganz ohne großen Aufwand gegen die Schädlinge vorgehen, besuche den EM-Kaufhaus Online-Shop! Hier findest Du umweltfreundliche Produkte zur Bekämpfung sowie natürliche Mittel zu Pflanzenstärkung nach einem Befall oder zu Vorbeugung von Krankheiten.