Tomaten pflanzen, pflegen und ernten – so geht's

Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten. Für viele Gartenfans sind sie ein Muss im eigenen natürlichen Gemüsegarten. Wenn Du beim Anbau alles richtig machst, kannst Du im Sommer knackig frische und aromatisch geschmackvolle Früchte ernten. In diesem Ratgeber erfährst Du alles, was Du über das Tomaten pflanzen, pflegen und ernten wissen solltest.

Es gibt mehr als 10.000 verschiedene Tomatensorten. Nicht alle von ihnen werden rot. In Deinem Garten, auf dem Balkon oder im Gewächshaus kannst Du auch ausgefallene gestreifte oder marmorierte Sorten anbauen. Zu den beliebtesten gehören jedoch noch immer die Rispentomaten, Kirschtomaten und Fleischtomaten.

Welche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Tomatenanbau gegeben sein müssen, was Tomaten zum Wachsen brauchen, wie Du sie vor Krankheiten und Schädlingen schützen kannst, nützliche Tipps zum Ernten und vieles mehr über das begehrte Gemüse liest Du hier.

Tomaten pflanzen: Zeitpunkt, Standort und Bodenbeschaffenheit

Wann ist die beste Zeit, um Tomaten zu pflanzen? Zum Tomaten pflanzen gibt es zwei Möglichkeiten: Du kannst sie aussäen oder vorgezogene Setzlinge direkt einpflanzen. Für beide Methoden gilt: nicht vor dem letzten Frost im Frühjahr.

Als Richtlinie für das Pflanzen von Tomaten dienen die Eisheiligen. In der Regel kannst Du ab Mitte Mai mit dem Pflanzen beginnen. Wird es doch noch einmal kalt, schütze die Pflanzen am besten mit Folie oder Gartenvlies! Achte darauf, dass Deine Tomaten ausreichend belüftet werden! Sonst kann sich leicht Schimmel bilden.

Du kannst Tomaten sowohl im Freiland als auch im Topf auf dem Balkon oder im Gewächshaus anbauen. Im Garten sollten ihnen immer genügend Licht und Wärme zur Verfügung stehen. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn zu starke Sonneneinstrahlung kann zu Verbrennungen führen.

Der ideale Standort im Garten ist windgeschützt und überdacht, zum Beispiel mit einem kleinen Foliengewächshaus. Hier sollte stets eine Seite geöffnet sein, um die Belüftung zu gewährleisten. Die offene Seite sollte dabei nicht nach Westen zur Wetterseite zeigen. Ein Foliengewächshaus bietet auch Schutz vor Pilzkrankheiten. Ziehst Du Deine Tomaten selbst im Warmen vor, kannst Du sie langsam an kühlere Bedingungen im Freiland gewöhnen. Stelle sie bei sonnigem Wetter regelmäßig für einige Stunden in den Garten!

Möchtest Du Tomaten im Topf auf dem Balkon anbauen, wähle am besten kleinwüchsige Sorten wie beispielsweise Buschtomaten. Diese benötigen nur wenig Platz zum Wachsen, bringen aber dennoch gute Erträge. Nutze Töpfe mit einem Fassungsvermögen von mindestens zehn Litern und pflanze nur eine Tomate pro Topf! Tomatenpflanzen vertragen keine Staunässe. Sorge also dafür, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann!

Verfügst Du über ein Gewächshaus, genießen Deine Tomaten bessere Wachstumsbedingungen. Hier kannst Du schon ab Mitte April mit dem Pflanzen beginnen und Dich über mehr Erträge freuen. Auch für das Gewächshaus sind kleinere Sorten empfehlenswert. Sorge für ausreichend Belüftung und nutze Schnüre oder Metallstäbe als Rankelhilfen!

Was für eine Erde brauchen Tomaten? Ob im Garten, auf dem Balkon oder im Gewächshaus – Tomaten benötigen einen gut gelockerten, humus- und nährstoffreichen Boden. Sie sind Starkzehrer und können mit Kompost, Bokashi und natürlichem Tomatendünger versorgt werden. Nutze auch Effektive Mikroorganismen zur Pflege und Stärkung Deiner Tomatenpflanzen! Sie sorgen für ein aktives Bodenleben und verdrängen negative Keime. So bleiben Deine Tomaten gesund und widerstandsfähig.

Was muss man beim Pflanzen von Tomaten beachten?

Wie pflanze ich eine Tomate? Möchtest Du Deine Tomaten im Warmen vorziehen, kannst Du damit ab Ende März beginnen. Saatgut für Tomaten gibt es in vielen verschiedenen, auch ausgefallenen Sorten. Denke an die Umwelt und entscheide Dich für Bio-Saatgut aus ökologischer Zucht!

Ideal gedeihen die Setzlinge bei 20 bis 24 Grad. Nutze nährstoffarme Anzuchterde für Dein Saatgut! Die ersten Keimlinge kannst Du nach acht bis zehn Tagen sehen. Nach etwa drei Wochen solltest Du Deine Setzlinge „pikieren“, also vereinzeln, da sie sich sonst gegenseitig am Wachstum hindern.

Die Setzlinge sind sehr kälteempfindlich. Pflanze sie deshalb erst ab Mitte Mai ins Freiland! Im Mai kannst Du auch vorgezogene Setzlinge zum direkt Einpflanzen im Handel erwerben. Bereite Deinen Boden gut vor, bevor Du sie einsetzt! Zur Unterstützung kannst Du organischen Dünger wie Kompost oder Bokashi verwenden.

Zum Pflanzen ins Beet im Garten, in den Topf oder ins Gewächshaus hebe mehrere Pflanzlöcher aus! Lasse beim Ausheben etwa 60 bis 70 Zentimeter Platz zwischen den einzelnen Löchern! Zwischen zwei Reihen Löcher sollte mindestens 80 Zentimeter Platz bleiben.

Wie tief müssen Tomaten gepflanzt werden? Für die Tiefe gilt etwa die Höhe des Topfballens plus fünf Zentimeter. Pflanze die Setzlinge so tief ein, dass die unteren fünf Zentimeter der Stängel mit Erde bedeckt sind! Entferne die Keimblätter! Sie würden sowieso absterben und sind eine potenzielle Gefahrenquelle für Krankheiten.

Drücke die Erde um die Stängel vorsichtig an! Nun gieße Deine Tomaten reichlich! Achte darauf, dass die Blätter nicht nass werden! Im Wasser könnten sich Pilzerreger befinden, die über die Blätter aufgenommen werden. Bringe Schnüre oder andere Rankelhilfen an! Im Gewächshaus kannst Du sie zwischen Boden und Dach befestigen. Nun kannst Du zusehen, wie Deine Tomaten wachsen und gedeihen.

Richtige Fruchtfolge und Mischkultur

Was kann man zusammen mit Tomaten pflanzen? Tomaten sind Starkzehrer und stehen deshalb in der Fruchtfolge an erster Stelle. Du solltest sie also jedes Jahr in ein frisches Beet setzen. Pflanzt Du sie mehrere Jahre in Folge an die gleiche Stelle, förderst Du die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten. Auch der Ertrag wird schlechter.

Ideal für gesunde Tomaten ist eine ausgewogene Mischkultur. In einer Mischkultur profitieren Pflanzen voneinander hinsichtlich Wachstum und Widerstandsfähigkeit. Gute Nachbarn für Tomatenpflanzen sind beispielsweise Kräuter wie Basilikum sowie Gemüse wie Möhren, Radieschen, Spinat und Kohl.

Ungünstige Nachbarn sind unter anderem Kartoffeln, Erbsen und Fenchel. Vor allem Kartoffeln können gefährliche Pilzerreger der Braunfäule übertragen.

Richtige Pflege: Was brauchen Tomaten zum Wachsen?

Für eine erfolgreiche und üppige Ernte solltest Du Deinen Tomaten beste Wachstumsbedingungen bieten. Die folgenden Tipps zur richtigen Pflege sind wichtig für jede Sorte und jeden gewählten Standort. Dazu gehören das regelmäßige Gießen und Düngen. Darüber hinaus beinhaltet eine gute Pflege das fachgerechte Ausgeizen der Tomatenpflanzen und das Vorbeugen von Schädlings- und Krankheitsbefall. Weitere Details zur Pflege liest Du in den folgenden Abschnitten.



Tomaten richtig gießen

Tomatenpflanzen müssen kontinuierlich bewässert werden. Dabei gilt: besser regelmäßig wenig Wasser geben, als selten viel Wasser. Ob Deine Tomaten Wasser benötigen, erkennst Du an eingerollten Blättern. Prüfe auch die Erde regelmäßig auf ihren Feuchtigkeitsgehalt!

Viel Wasser ist wichtig, aber zu viel sollte es auch nicht sein! Vor allem bei heißem Wetter kann zu viel Flüssigkeit die Früchte zum Platzen bringen. Am besten gießt Du Deine Tomaten nicht in der Mittagshitze. Auch die Blätter sollten trocken bleiben. Sie könnten sonst verbrennen oder von Krankheiten befallen werden. Wässere möglichst nur am Fuß der Tomatenpflanze!

Tomaten düngen

Tomaten sind Starkzehrer und benötigen viele Nährstoffe. Du solltest sie deshalb nicht zusammen mit anderen Starkzehrern in ein Beet setzen. Die Pflanzen nehmen sich sonst gegenseitig die Nahrung weg und Deine Ernte fällt dementsprechend schlecht aus.

Ob Deine Tomatenpflanzen hungrig sind, erkennst Du daran, dass die Blätter sich gelb färben. Nur das Gewebe an der Hauptader bleibt grün, wenn Tomaten unterernährt sind. Am besten versorgst Du sie einmal wöchentlich mit einem speziell abgestimmten organischen Flüssigdünger. Natürliche Produkte sind umweltfreundlich und erzielen die beste Langzeitwirkung. Du kannst sie einfach ins Gießwasser geben. Eine Überdosierung ist in der Regel ausgeschlossen.

Tomaten ausgeizen

Tomaten ausgeizen bedeutet, sie regelmäßig zu beschneiden. Dabei werden kleine Triebe in den Blattachseln, die sogenannten Geiztriebe, entfernt. So kann die Tomatenpflanze ihre ganze Kraft auf die Ausbildung der Früchte konzentrieren.

Wichtig: Entferne keine Blütentriebe! Hier entstehen später die Früchte. Weiche junge Geiztriebe kannst Du einfach mit den Fingernägeln abknipsen oder ein scharfes Messer benutzen.

Krankheiten und Schädlinge bekämpfen

Sind Deine Tomaten zu viel Feuchtigkeit ausgesetzt, besteht die Gefahr, dass sie an Kraut- und Braunfäule erkranken. Dabei handelt es sich um Pilzerkrankungen, die auch über das Gießwasser in die Pflanze eindringen können. Deshalb sollten ihre Blätter stets trocken bleiben. Schütze Deine Tomaten vor Regen und gieße nur am Fuß der Pflanzen! Du kannst die unteren Blätter entfernen, sodass keine Pflanzenteile auf der feuchten Erde aufliegen.

Die Kraut- und Braunfäule erkennst Du an graugrünen bis bräunlichen Flecken auf den Blättern. Diese können in einem fortgeschrittenen Stadium auch auf den Früchten sichtbar werden. Du solltest schnellstmöglich alle befallenen Pflanzenteile entfernen.

Schädlinge, die Tomatenpflanzen gerne befallen, sind Gemüseeule, Thripse, Tomatenminierfliege, Tomatenminiermotte, Spinnmilbe und Weiße Fliege. Du kannst Deine Tomaten mit natürlichen Pflanzenstärkungsmitteln vor einem Befall schützen. Ökologische Produkte stärken Deine Pflanzen nachhaltig von innen heraus, ohne der Umwelt Schaden zuzufügen. Du findest natürliche Schädlingsbekämpfer auch im EM-Kaufhaus Online-Shop.

Tomaten ernten

Um den richtigen Zeitpunkt für die Ernte zu bestimmen, solltest Du die Sorten, die Du angebaut hast, genau kennen. Nicht alle Tomatensorten werden rot, wenn sie erntereif sind. Unreife Tomaten solltest Du keinesfalls verzehren. Sie können bis zu 30 Milligramm des Gifts Solanin enthalten und werden auch durch Kochen nicht genießbar.

Der richtige Zeitpunkt für die erste Tomatenernte des Jahres ist wetterabhängig. In der Regel sind die ersten Früchte ab Mitte Juli erntereif. Prüfe die Reife mittels Drucktest! Unreife Tomaten sind steinhart. Reife Tomaten kannst Du leicht abzupfen. Achte darauf, dabei keine unreifen Früchte oder die Pflanze zu verletzen!

Tipp: Möchtest Du knackig frische Tomaten mit mildem Geschmack, ernte in den Morgenstunden! Eine Ernte am Nachmittag bringt warme, hocharomatische Früchte. Beginne mit der Ernte nah am Stamm und lasse ein Stück des Stils an der Tomate! So bleibt sie länger haltbar.

Nach der ersten Ernte sollten Tomatenpflanzen weiterhin gepflegt werden. Sie bilden fortlaufend Blüten und weitere Früchte. Ab Mitte August kannst Du neue Fruchtansätze entfernen. Die Tomaten schaffen es dann nicht mehr, bis zum Saisonende reif zu werden.

Zusammenfassung/Fazit

Tomaten pflanzen, pflegen und ernten verlangt einiges an Fingerspitzengefühl. Du musst aber kein Profi sein, um eine erfolgreiche Ernte einzuholen. Es genügt, wenn Du die Tipps aus diesem Beitrag befolgst.

Du kannst Tomaten im Garten, auf dem Balkon oder im Gewächshaus anbauen. Der Standort sollte warm und windgeschützt, der Boden locker und nährstoffreich sein. Tomaten benötigen viel Wasser und sollten regelmäßig mit natürlichem Dünger versorgt werden. Hochwertige, passende Produkte findest Du im EM-Kaufhaus Online-Shop.

Kümmerst Du Dich gut um Deine Tomatenpflanzen, kannst Du ab Juli mit der Ernte beginnen. Bedenke, dass Tomaten fortlaufend neue Fruchtansätze bilden. So kannst Du Dich bis in den Herbst hinein über mehrere Ernten freuen.