DIY: Dünger selber machen aus Küchenabfällen - so geht's

In diesem Artikel findest Du 3 einfache und umweltfreundliche Möglichkeiten, wie Du Dünger aus Küchenabfällen selber machen kannst. Lerne alle Vorteile von selbstgemachtem Dünger kennen und wie Du ihn anwendest, um gesunde und kräftige Pflanzen zu bekommen! Bist Du Anfänger in Sachen Dünger selber machen, erfährst Du hier alles, was Du darüber wissen musst. Zusätzlich erhältst Du spezielle Einsteiger-Tipps für Deine Düngerherstellung.

Warum Dünger selber machen? - Vorteile & Wirkung

Findest Du es unsinnig, wertvolle Nährstoffe in Form von Küchenabfällen in der Biotonne zu entsorgen? Das ist es auch, denn selbstgemachter Dünger aus organischen Resten ist genauso wirkungsvoll wie chemisch hergestellter Mineraldünger. Darüber hinaus bietet Dünger selber machen weitere Vorteile: Es ist kostengünstig, da Du die Materialien, die Du benötigst, bereits zu Hause hast. Du verzichtest auf den Einsatz von Chemie und recycelst stattdessen Deinen Müll. Zudem ist selbstgemachter Bio-Dünger sehr einsteigerfreundlich und für alle Pflanzenarten geeignet. Da er seine Nährstoffe langsam und gleichmäßig an den Boden abgibt, kannst Du damit keinen Schaden bei Deinen Pflanzen verursachen. Schädlinge und Krankheiten werden nicht durch chemische Gifte vernichtet. Stattdessen stärkt der selbstgemachte Dünger mit seinen wertvollen Mineralien und Spurenelementen das Immunsystem Deiner Pflanzen, sodass es gar nicht erst zu Erkrankungen kommt.

Selbst gemachter Dünger aus Abfällen versorgt in erster Linie Deinen Boden mit allen wichtigen Nährstoffen, die dann von Deinen Pflanzen aufgenommen werden. Dazu gehören Stickstoff für kräftige grüne Blätter, Phosphor für schöne Blüten und geschmackvolle Früchte sowie Kalium für ein gesundes Wurzelwachstum. Der einzige Unterschied zu mineralischem Dünger besteht in der Wirkungsweise. Während die Nährstoffe dort bereits durch chemische Prozesse verfügbar gemacht wurden, sind sie beim Dünger selber machen noch an das Rohmaterial, also an Deine Küchenabfälle, gebunden. Damit Deine Pflanzen sie aufnehmen können, müssen sie erst freigesetzt werden. Diesen Job übernehmen viele kleine Bodenlebewesen und Mikroorganismen, wie Bakterien, Würmer und Insekten. Sie fressen das Material und zerlegen es in seine Einzelteile. Was sie nicht brauchen, scheiden sie aus und stellen es Deinen Pflanzen als Nährstoffe zur Verfügung. Da die Freisetzung der Nährstoffe einige Zeit in Anspruch nimmt, entfaltet sich die Wirkung des selbstgemachten Düngers erst allmählich. Das hat den Vorteil, dass Deine Pflanzen über einen langen Zeitraum versorgt werden und Du nicht nachdüngen musst. Auch eine Überdüngung ist mit selbst hergestelltem Dünger ausgeschlossen.

Arten von selbst gemachtem Dünger aus Küchenabfällen

Pflanzen benötigen eine ausgewogene Kombination von Nährstoffen, um zu gedeihen. Da diese oft nicht in ausreichender Menge im Boden vorhanden sind, empfiehlt es sich, mit selbstgemachtem Dünger nachzuhelfen. Deine Abfälle bieten hierfür alles, was Pflanzen wollen und brauchen. Aber wie kann man Abfälle zu Dünger verwerten? Die folgenden 3 Möglichkeiten sind sowohl für Einsteiger als auch für Profis in Sachen Dünger selber machen geeignet. Lese, welche Voraussetzungen für welche Methode wichtig sind, was Du dafür brauchst und wie die Düngerherstellung funktioniert!

Dünger selber machen aus Kaffeesatz

Dünger selber machen aus Kaffeesatz ist eine einfache und bequeme Möglichkeit, für die Du nur ein einziges Abfallprodukt benötigst. Trinke Deinen Kaffee, wie Du ihn magst, aber schmeiße den Kaffeesatz danach nicht weg! Lasse ihn in einem offenen weiten Gefäß trocknen! Achte auf ausreichende Belüftung, um Schimmelbildung vorzubeugen! Das getrocknete Material kannst Du mit etwas Pflanzenerde vermengen und in Deine Beete, Töpfe und Blumenkästen streuen.

Geeignet ist selbstgemachter Dünger aus Kaffeesatz für ausgelaugte, kalkhaltige Böden und für Pflanzen, die einen niedrigen pH-Wert benötigen. Dazu gehören Brombeer- und Heidelbeersträucher, Gurken und Tomaten sowie Geranien und Rhododendron. Da Kaffeesatz viel Huminsäure enthält, kann er diesen Pflanzen den passenden pH-Wert bieten. Kaffeebohnen enthalten zudem besonders viel Stickstoff, Schwefel und Phosphor. Beim Rösten bleiben diese Nährstoffe größtenteils erhalten. Sie sorgen für gesunde grüne Blätter und einen kräftigen Pflanzenwuchs.

Tipp: Mit kaltem Kaffee kannst Du lästige Blattläuse vertreiben. Mische den Kaffee im Verhältnis 1:1 mit Wasser! Fülle die Lösung in eine Sprühflasche und besprühe die Blätter der befallenen Pflanze! Haben sich Trauermücken in Deinen Zimmerpflanzen eingenistet, kannst Du sie einmal wöchentlich mit der Lösung gießen, um die Larven abzutöten.


Dünger selber machen mit Kompost

Die wohl bekannteste Methode, um Dünger aus Küchenabfällen selber zu machen, ist die Kompostierung. Um effektiv Kompost herzustellen, benötigst Du viel Platz, auf dem Du 3 Kompostbehälter aufstellen kannst. Diese gibt es zu kaufen, Du kannst sie aber auch aus Holz oder Metall selber bauen. Achte darauf, dass sie zum Boden hin offen sind, damit Würmer, Insekten und Mikroorganismen hineinfinden. Um Ratten und Mäuse fernzuhalten, kannst Du sie mit Metallgittern sichern.

Im 1. Behälter sammelst Du Deine Abfälle. Achte dabei auf eine gute Mischung aus Obst- und Gemüseresten, Gras, Laub, Baum- und Strauchschnitt! So stellst Du sicher, dass verschiedene wichtige Nährstoffe in Deinem selbstgemachten Dünger vorhanden sind und Du ihn für jede Pflanze verwenden kannst.

Im 2. Behälter setzt Du Deinen Kompost an. Dazu schichtest Du die Abfälle gleichmäßig auf. Um die Arbeit der Bodenlebewesen und Mikroorganismen zu unterstützen, sorge für ausreichend Feuchtigkeit und eine gute Belüftung! Dazu schichtest Du das Material regelmäßig um und gießt es mit Wasser. Damit Dein Kompost nicht austrocknet, kannst Du ihn zusätzlich mit einer Plane abdecken. Allerdings darf die Temperatur im Inneren des Materials 80 °C nicht überschreiten.

Ist Dein Kompost nach etwa 3 Monaten halb verrottet, kannst Du ihn in den 3. Behälter umschichten. So sorgst Du für eine erneute Durchmischung, belüftest das Material und schaffst gleichzeitig Platz für neuen Abfall, den Du währenddessen im 1. Behälter gesammelt hast.

Nach 6 bis 7 Monaten ist Dein selbstgemachter Kompost-Dünger fertig und duftet nach Waldboden. Generell gilt: Je länger der Kompost verrottet, desto mehr Nährstoffe gehen bei der Zersetzung verloren. Dafür steigt mit der Reifezeit auch der Humusanteil. Humus ist das Material, welches die Bodenlebewesen nach der Zersetzung übrig lassen. Es bindet CO2, schützt Deinen Boden vor Auswaschung und bietet Mikroorganismen einen idealen Lebensraum. Du kannst hier die Reifezeit beim Dünger selber machen Deinen individuellen Bedürfnissen anpassen.

Arbeite den fertigen Kompost in die obere Bodenschicht Deiner Beete, Pflanzenkübel und Blumenkästen ein! Dort dient der selbst gemachte Dünger je nach Reifegrad als Nährstoff- oder Humuslieferant für Deine Pflanzen und wegen seiner lockeren Struktur zusätzlich als Wasserspeicher.

Dünger selber machen mit Fermentation

Dünger selber machen mit Fermentation ist eine besonders effektive Methode aus Japan. Der dabei entstehende Dünger wird auch Bokashi genannt. Die Fermentation bietet einige Vorteile gegenüber anderen Methoden der Düngerherstellung: Die Freisetzung der Nährstoffe aus dem Rohmaterial erfolgt wesentlich schneller, sodass Du Deinen selbstgemachten Dünger bereits nach wenigen Wochen ausbringen kannst. Die Herstellung ist sehr einfach, benötigt wenig Platz und kann sogar in der Wohnung erfolgen. Du brauchst dafür einen luftdicht verschließbaren Eimer mit Zapfhahn, auch Bokashi Eimer genannt. Außerdem gehören eine Sprühflasche und EM aktiv zur Ausrüstung.

  1. Sammle Küchenabfälle: Obst- & Gemüse, Grünabfälle usw.
  2. Schneide größere Stücke klein, um die Nährstofffreisetzung zu beschleunigen!
  3. Schichte die Abfälle im luftdicht verschließbaren Eimer auf!
  4. Behandle die einzelnen Schichten mit Effektiven Mikroorganismen (EM aktiv)!
  5. Drücke das Material mit einer Kelle fest zusammen!
  6. Eimer voll: Lasse das Rohmaterial für 2 Wochen unter Luftabschluss fermentieren!
  7. Zapfe regelmäßig die Sickerflüssigkeit ab!

Anders als bei der herkömmlichen Kompostierung verrotten Küchen- und Grünabfälle im luftdicht verschlossenen Bokashi Eimer nicht. Stattdessen erfolgt eine Gärung ähnlich wie bei der Sauerkrautherstellung. Die Abfälle nehmen einen sauren pH-Wert an. Mittels Sprühflasche behandelst Du das Material mit EM aktiv. Die im EM aktiv enthaltene spezielle Kombination aus Effektiven Mikroorganismen zersetzt das Rohmaterial und gibt wichtige Nährstoffe frei. Im Gegensatz zur Verrottung, bei der die freigesetzten Nährstoffe mit der Zeit entweichen, bleibt der Nährstoffgehalt unter Luftabschluss bestehen. Das Ferment wird mit wertvollen Vitaminen und Enzymen angereichert. Auch enthaltenes CO? bleibt gespeichert. Statt in die Atmosphäre zu strömen, wird es später dem Boden und somit Deinen Pflanzen zugeführt. Durch Kondensation trennen sich während des Prozesses flüssige von festen Bestandteilen Deines Rohmaterials. Du kannst die Flüssigkeit über den Zapfhahn am Bokashi Eimer entnehmen und Deinem Gießwasser beimischen.

Besonderer Vorteil: Da die Fermentation in einem luftdicht verschlossenen Behälter erfolgt und flüssiges Material regelmäßig entnommen wird, entsteht kein Gestank, der Fliegen anlockt. Zudem benötigt der Bokashi Eimer wenig Platz - ideal für die Küche in der Wohnung!

Falls Du Deinen Dünger nicht in der Wohnung herstellen willst, achte auf eine Umgebungstemperatur zwischen 8 und 30 °C! Außerdem sollte das Gefäß keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. So stellst Du sicher, dass sich Deine Mikroorganismen wohlfühlen.

Sobald das Ferment einen säuerlichen Geruch verströmt, ist Dein selbstgemachter Dünger fertig. Da der Umwandlungsprozess Deines Abfalls unter Luftabschluss und mit der Extraportion speziell abgestimmter Mikroorganismen wesentlich schneller geht, dauert die Fermentation nur 2 bis 3 Wochen. Du kannst sowohl die entstandene Flüssigkeit als auch das feste Ferment zur Düngung aller Pflanzenarten verwenden. Lese weiter unten, wann und wie Du das selbstgemachte Ferment und den Sickersaft bei Deinen Pflanzen anwenden kannst. Außerdem erfährst Du, welche Abfälle für die Fermentation geeignet sind und welche Du nicht verwenden solltest.

Bist Du Einsteiger und möchtest ausprobieren, ob die Fermentation die richtige Methode für Dich ist? Oder hast Du zu wenig Platz in Deiner Küche, willst Deinen Dünger aber dennoch auf diese Weise selber machen? Kein Problem! Nutze einfach das Dünger-Selbstmach-Set von DIMIKRO. Weiter unten erfährst Du mehr über die praktische Anwendung.

Dos and Dont's: Welche Lebensmittel- und Pflanzenreste werden fermentiert?

Wie beim Kompost gilt auch bei der Fermentation: Eine gute Mischung macht's. Besonders Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste besitzen einen hohen Nährstoffgehalt und sind somit bestens zum Dünger selber machen geeignet. Verwende bei der Düngerherstellung mit Küchen- und Pflanzenabfällen möglichst nur biologisch angebaute Produkte. Exotische Früchte wie etwa Bananen sind oft mit Fungiziden und Insektiziden behandelt. Diese Schadstoffbelastung macht den Düngeeffekt zunichte. Pflanzenabfälle haben einen etwas geringeren Nährstoffgehalt, sind aber für die Fermentation ebenfalls wertvoll.

Schwer zersetzbare Materialien, wie Holz, Knochen, Fette und Öle aber auch Asche gehören nicht in den Bokashi Eimer, denn sie entschleunigen den Fermentationsprozess. Auch das aggressive Milieu auf stark verschimmelten Speiseresten hemmt die Arbeit der Mikroorganismen, da diese sich zunächst mit der Neutralisierung der negativen Keime befassen müssen, bevor sie das Material umsetzen können. Die Tabelle mit den Dos and Don'ts kann Dir helfen, die richtige Wahl beim Dünger selber machen zu treffen:

Dos

Obst

Gemüse

Brot

Blumen

Blätter

Tee- & Kaffeesatz

Rasenschnitt

Unkraut

Tiermist

kleinere Zweige

Federn

Milchprodukte

Haare

Nägel

Stroh

Dont's

Eierschalen

Holz

Knochen

Fleisch

Fisch

verschimmelte Speisen

Papier

Asche

harte Kerne

Fett & Öle

erkrankte Pflanzen

Leder

Samen

Stoffreste

Plastik



Sollten sich einige chemisch behandelte oder verdorbene Essens- und Pflanzenreste in Dein Ferment verirren - kein Problem! Behandle Deinen selbstgemachten Dünger zusätzlich mit Zeolith. Dabei handelt es sich um ein in der Natur vorkommendes Gesteinsmehl, das in der Lage ist, Schadstoffe zu binden. Streue es einfach auf die einzelnen Schichten im Bokashi Eimer!

Anwendung: Wann und wie wird mit Ferment gedüngt?

Bevor Du anfängst drauflos zu düngen, ist es hilfreich zu wissen, woran Du einen Nährstoffmangel bei Deinen Pflanzen erkennst. Im Allgemeinen ist eine Behandlung mit selbstgemachtem Dünger aus organischem Material immer sinnvoll. Ob Deine Pflanzen tatsächlich unterversorgt sind, erkennst Du unter anderem an folgenden Symptomen:

  • gelbe oder welke Blätter trotz ausreichend Wasser
  • zu schnelles Wachstum
  • abknickende Triebe
  • kräuselige Blattränder
  • keine Blüten & keine Früchte
  • fleckige Früchte

Weisen Deine Pflanzen eines oder mehrere dieser Merkmale auf, versorge Sie mit Deinem selbst hergestellten Bokashi! Bei korrekter Anwendung verschwinden die Symptome nach und nach, Deine Pflanzen werden kräftiger und der Ertrag verbessert sich.

Wie bereits erwähnt, kannst Du sowohl den Sickersaft, den Du über den Zapfhahn entnimmst, als auch das feste Ferment zur Düngung von Pflanzen aller Art verwenden. Der "Flüssigdünger" sollte zügig nach der Entnahme ausgebracht werden. Mische ihn im Verhältnis 1:100 mit Wasser und gieße Deine Pflanzen einmal wöchentlich mit der Lösung! Nach 3 bis 4 Anwendungen ist die Behandlung abgeschlossen und Deine Pflanzen werden über mehrere Monate ausreichend versorgt.

Im Frühjahr und während der Sommermonate kannst Du das feste Bokashi Ferment direkt in Beete und Pflanzenkübel zwischen Deine Pflanzen in den Boden einarbeiten. Ziehe dazu rund um die bestehende Bepflanzung etwa 10 cm tiefe Furchen und grabe das Bokashi darin ein! Bedenke, dass sich die Düngewirkung langsam und über einen längeren Zeitraum entfaltet. Beginne mit der Anwendung also bereits in frühen Wachstumsphasen Deiner Pflanzen. Je nach Pflanzenart empfiehlt es sich, den selbstgemachten Dünger bereits im Herbst des Vorjahres auszubringen.

Willst Du neue Beete anlegen, vermenge das Ferment mit Erde, befülle Deine Beete mit der Mischung und setze neue Pflanzen direkt darin ein! Ein Eimer mit 16 Litern festem Bokashi Ferment reicht für etwa 100 Liter normale Pflanzenerde. Bereits eine Anwendung mit Deinem selbst hergestellten Ferment genügt, um Deine Pflanzen über die Gartensaison mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen - kein Nachdüngen nötig!

Tipp: Bokashi kann auch über den Winter gelagert werden. Vergrabe es im Garten oder fülle es in luftdicht verschließbare Kunststoffsäcke! Bewahre den Dünger anschließend kühl und trocken auf - zum Beispiel im Keller! Besitzt Du auch einen Komposthaufen, kannst Du das Bokashi darin eingraben, um Deinen Kompost für das kommende Jahr zu veredeln.

Dünger-Selbstmach-Set - einfache Fermentation für Einsteiger

Wie versprochen gibt es eine noch einfachere Methode für diejenigen, die die Fermentation ausprobieren möchten, zu wenig Platz für einen Bokashi Eimer haben oder nur geringe Mengen Dünger selber machen wollen: das Dünger-Selbstmach-Set von DIMIKRO. Dieses praktische Einsteiger-Set beinhaltet alles, was Du brauchst, um Dünger aus Küchenabfällen herzustellen. Das einzige, was Du zusätzlich benötigst, ist ein luftdicht verschließbares Gefäß. Das kann ein Eimer mit Deckel sein oder jeder andere Behälter, den Du beispielsweise mit Folie abdecken kannst.

Gesammelter Küchenabfall und Pflanzenreste werden, wie beim Fermentieren im Bokashi Eimer auch, Schicht für Schicht in das Gefäß gegeben. Jede Schicht wird anschließend mit dem im Set enthaltenen Dünger-Starter-Spray (EM aktiv) sowie mit getrockneter Starter-Streu behandelt. Die Streu besteht aus bereits fermentiertem Material und Zeolith Gesteinsmehl. Es treibt den Prozess der Zersetzung voran und bindet Schadstoffe aus Deinen Abfällen. Die bei der Fermentation entstehende Sickerflüssigkeit wird von einem speziell entwickelten Dünge-Pad aufgesaugt. Dieses besteht ausschließlich aus Naturmaterialien und wird vor dem Befüllen am Boden des Gefäßes platziert. Ist die Fermentation abgeschlossen, kannst Du alle Bestandteile des Sets zum Düngen verwenden. Die Anwendung funktioniert genauso wie beim Bokashi aus dem Profi-Eimer. Im Set enthalten ist auch eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Für mehr Informationen zum Dünger-Selbstmach-Set von DIMIKRO schau Dir das Produkt im Shop an!

Zusammenfassung und Fazit: Dünger selber machen - nachhaltig, einfach und wirkungsvoll

Ob Du Dich beim Dünger selber machen nun für die Fermentation, das Kompostieren oder eine andere Methode entscheidest - die Vorteile bleiben die gleichen und sie liegen auf der Hand:

  • Dünger aus Abfällen selber machen ist nachhaltig und einfach, jedoch genauso wirkungsvoll wie die Anwendung chemischer Mineraldünger.
  • Das notwendige Material hast Du größtenteils bereits zu Hause und kannst es recyceln.
  • Du sparst bares Geld, musst keine chemischen Mittel kaufen und reduzierst beim Dünger selber machen Deinen Müll - sehr umweltfreundlich!
  • Der organische Bio-Dünger pflegt Deinen Boden und versorgt Pflanzen mit wertvollen Nährstoffen und Effektiven Mikroorganismen. Schadstoffe und Krankheiten werden verdrängt.
  • Durch die schonende Langzeitwirkung des selbstgemachten Düngers ist eine Überdüngung oder Schädigung Deiner Pflanzen ausgeschlossen.
  • Du kannst Deinen Naturdünger für alle Arten von Pflanzen verwenden.

Dünger selber machen aus Küchenabfällen ist nur eines von zahlreichen Anwendungsgebieten der Effektiven Mikroorganismen. In unserem Ratgeber-Magazin lernst Du unter anderem auch, wie Du die kleinen Lebewesen gezielt gegen Pflanzenkrankheiten einsetzen kannst. Außerdem kannst Du zahlreiche weitere Anwendungsgebiete für EM in Haus und Garten, in der Tierwelt und für Dein eigenes körperliches Wohlbefinden entdecken.

Wenn Du tiefer in die Welt des Bokashis eintauchen möchtest, lies auch den folgenden Ratgeber-Artikel: Bokashi herstellen - alles über die Herstellung, Dosierung, Verwendung und Lagerung